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Trump-Schütze eine Stunde vor Tat als verdächtig eingestuft

Unter Tausenden Menschen, die gekommen waren, um Trump anzufeuern, identifizierten Sicherheitsleute den späteren Schützen frühzeitig als verdächtig. Gestoppt wurde er nicht.

Neue Details aus den Ermittlungen rund um das Trump-Attentat kommen ans Licht. (Archivbild)
Foto: Gene J. Puskar/AP/dpa

Neue Erkenntnisse aus den Ermittlungen zum Attentat auf Ex-US-Präsident Donald Trump erhöhen den Druck auf die Sicherheitskräfte. Bereits eine Stunde bevor der Schütze auf Trump feuerte, stuften örtliche Sicherheitsleute den Täter in der Menge als verdächtig ein – ein «junger Mann, der sich merkwürdig verhielt», wie die «New York Times» berichtete. Auch der Secret Service, der den Ex-Präsidenten beschützt, sei informiert worden. Doch dann habe sich die Spur des Verdächtigen verloren. 

Mindestens zwei Sicherheitskräfte seien hinzugezogen worden, um bei der Suche zu helfen. Rund 20 Minuten bevor die Schüsse fielen, habe ein Scharfschütze den Attentäter auf einem Dach entdeckt, hieß es weiter. Warum die Kundgebung fortgesetzt wurde und Trump auf die Bühne trat, sei eine von vielen offenen Fragen an den Secret Service, schrieb die «New York Times». Die Zeitung berichtete unter Berufung auf Kongressabgeordnete, die zuvor von Strafverfolgungsbeamten über den Stand der Ermittlungen informiert worden waren.

https://x.com/nytimes/status/1813740508151206300

John Barrasso, Senator aus Wyoming, schrieb auf X, dass der Verdächtigte einen Rucksack und ein Gerät zur Entfernungsmessung bei sich hatte.

https://x.com/SenJohnBarrasso/status/1813689838237094129

Der Attentäter soll laut dem Sender ABC News 26 Sekunden nach seinem ersten Schuss getötet worden sein. Vor der Tat suchte er auf seinem Handy nach dem Termin für den Trump-Auftritt sowie nach Fotos von Trump und US-Präsident Joe Biden. Laut dem Sender CBS News hatte der Schütze den Veranstaltungsort mindestens einmal zuvor besucht.

Laut US-Medien bestehen auch Unklarheiten bezüglich der Sicherung des Gebäudes, von dem aus der Täter schoss. Zwei Tage vor der Veranstaltung informierten örtliche Sicherheitskräfte den Secret Service, dass sie aufgrund von Personalmangel das Gebäude nicht sichern könnten, wie CBS News berichtete.

Trump (78) wurde bei einer Wahlkampfveranstaltung am Samstag in Pennsylvania angeschossen und am Ohr verletzt. Die Bundespolizei FBI identifizierte den Schützen später als Thomas Matthew Crooks, einen 20 Jahre alten Mann aus Pennsylvania.

dpa