US-Präsident Donald Trump kritisiert erneut europäische Verbündete, insbesondere Deutschland, für mangelnde Unterstützung. Bei einem Auftritt im Weißen Haus unterstreicht er, dass die USA bedeutende Summen für den Schutz Europas ausgegeben haben.
Trump übt scharfen Protest gegen Deutschland: „Die Unterstützung war nicht da“

US-Präsident Donald Trump (80) äußerte am Montag erneut seine Unzufriedenheit über die unzureichende Unterstützung von europäischen Verbündeten.
Washington – Die anfängliche Freude über das Geschenk von Bundeskanzler Friedrich Merz anlässlich seines Geburtstags und die positiven Signale während des G7-Treffens am Genfersee währten für Trump offenbar nur kurz. Kurz vor dem Besuch von Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Washington erhob Trump erneut Vorwürfe gegen mehrere europäische Länder hinsichtlich ihrer Unterstützung.
Trump erklärte im Weißen Haus, die Vereinigten Staaten hätten über Jahre hinweg erhebliche finanzielle Mittel für den Schutz Europas aufgebracht. Als Washington jedoch um Hilfe im Konflikt mit dem Iran ersuchte, seien viele wichtige Partner nicht zur Stelle gewesen:
„Wir haben all dieses Geld ausgegeben. Und wenn wir dann bei Kleinigkeiten um Hilfe bitten, dann sagen sie: Nein, wir helfen lieber nicht.“
Die Beziehungen zwischen Europa und der Regierung Trump stehen weiterhin unter starkem Druck.
Konkrete Vorwürfe gegen Verbündete
In seiner Ansprache nannte Trump konkret die Länder Großbritannien, Deutschland und Italien:
„Wir haben sie gebeten zu kommen, und sie waren nicht für uns da.“
Bereits zuvor hatten US-Regierungsvertreter den Nato-Partnern vorgeworfen, die USA im Konflikt mit dem Iran nicht ausreichend unterstützt zu haben. Trump ließ durchblicken, dass ähnliche Vorwürfe auch für die Ukraine gelten könnten:
„Wir können ihnen das ebenfalls entgegnen, wenn wir wollen – und das tun wir womöglich auch.“
Spannungen mit Italien
Besonders mit der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni (49) hatte Trump zuletzt Differenzen. Italien habe den USA nicht gestattet, während der Angriffe auf den Iran Landebahnen oder Flugplätze zu nutzen. Trump erklärte, nach der Einigung mit dem Iran wolle Meloni wieder freundschaftliche Beziehungen pflegen und habe wiederholt darum gebeten, mit ihm fotografiert zu werden. Meloni reagierte daraufhin kühl:
„Ich und Italien betteln niemals.“
Infragestellung von Sicherheitszusagen
Der Politologe Prof. Jules Boykoff (55, Pacific University) äußerte sich zu Trumps Äußerungen und betonte, dass der Präsident trotz der bevorstehenden Einigung mit dem Iran von vielen Themen ablenken müsse – er benötige mediale Erfolge, um bei den anstehenden Zwischenwahlen im November erfolgreich zu sein. Boykoff erklärte:
„Da sich sein Krieg gegen den Iran zu lange hingezogen hat, die US-Benzinpreise immer noch irre hoch sind und seine Umfragewerte abstürzen, braucht Trump vor den bevorstehenden Zwischenwahlen einen politischen Erfolg.“
Besuch von Nato-Generalsekretär Rutte
Trump stellte am Montag auch die Sicherheitszusagen der USA für Europa infrage. Er wies darauf hin, dass die Vereinigten Staaten Hunderte Millionen Dollar investieren, um europäische Länder vor Russland zu schützen. Sollte es jedoch an Unterstützung bei kleineren Angelegenheiten fehlen, könnte Washington ebenfalls in Zukunft Nein sagen.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird von Dienstag bis Donnerstag in Washington erwartet, um mit Trump und anderen hochrangigen Regierungsvertretern Gespräche zu führen.
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