Venezuela nimmt illegal Eingereiste zurück, Amerikaner freigelassen, Neuanfang in Beziehungen angekündigt.
Trump schließt Migrations-Vereinbarung mit Venezuela

Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump eine Vereinbarung zur Migrationspolitik mit Venezuela geschlossen. Die venezolanische Regierung habe sich bereiterklärt, alle Staatsbürger wieder aufzunehmen, die illegal in die USA eingereist und dort festgenommen worden seien, schrieb Trump auf den Plattformen Truth Social und X. Dazu gehörten auch Mitglieder krimineller Banden, betonte er. «Venezuela hat sich außerdem bereit erklärt, den Rücktransport zu übernehmen», schrieb er weiter.
Auch die befreiten Amerikaner, die zuvor in Venezuela inhaftiert waren, sind mittlerweile wieder in den USA, betonte Trump. Die venezolanische Regierung äußerte sich zunächst nicht zu einer Migrations-Vereinbarung, sondern lediglich zu den Freilassungen.
Drohung der USA mit Konsequenzen
Trump schickte seinen Gesandten für Sondermissionen, Richard Grenell, nach Venezuela, um Präsident Nicolás Maduro zur Rücknahme von illegal in die USA eingereisten Migranten zu drängen und die Freilassung inhaftierter Amerikaner zu erreichen. Wie gewohnt verband die Trump-Regierung die Forderungen mit der Drohung, andernfalls werde es Konsequenzen geben.
Nach den Gesprächen verließ Grenell das Land mit sechs freigelassenen Amerikanern. Er verbreitete auf X mehrere Fotos mit den sechs Männern. Dazu schrieb Grenell: «Wir sind zu Hause.» Der Grund für die Inhaftierung der Amerikaner in Venezuela war zunächst nicht bekannt.
Ein umstrittener Staatschef
Maduro sagte zu den Gesprächen mit den USA: «Es gibt Themen, über die wir erste Einigungen erzielt haben.» Details nannte er nicht. Er kündigte einen «Neuanfang» in den Beziehungen zu den USA an, «bei dem alles was berichtigt werden muss, berichtigt wird, und das, was getan werden muss, getan wird».
Der Besuch erfolgte weniger als einen Monat nach Maduros Vereidigung für eine dritte Amtszeit – nach einer von Betrugsvorwürfen überschatteten Wahl, landesweiten Protesten und internationaler Kritik. Die USA erkennen nicht Maduros Anspruch auf den Wahlsieg an und hatten zusammen mit Kanada, Großbritannien und der EU Sanktionen gegen hochrangige Beamte des südamerikanischen Landes verhängt.
Der Generalstaatsanwalt von Venezuela, Tarek William Saab, erklärte in einem Fernsehinterview, dass Grenells Besuch formell bedeute, dass die US-Regierung Maduro als Präsident von Venezuela anerkenne. Der ehemalige US-Präsident Mike Pompeo äußerte bei Fox News die Hoffnung, dass es keine Zugeständnisse an die Regierung Venezuelas in diese Richtung gegeben habe. Die US-Regierung dürfe nicht vergessen, wer Maduro sei.








