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Trump von Vorstoß für mehr Arktis-Sicherheit unbeeindruckt

Trumps Drohungen gegen Grönland sorgen seit Tagen für Spannungen. Einige Nato-Staaten reagieren mit Vorschlägen. Doch der US-Präsident gibt sich unbeeindruckt.

Hält an seinem Gebietsanspruch auf Grönland fest - US-Präsident Donald Trump.
Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump bleibt trotz der Bemühungen von Nato-Staaten, die Bündnispräsenz in der Arktis auszubauen, bei seinem Gebietsanspruch auf Grönland. Eine Journalistin konfrontierte ihn an Bord der Air Force One damit, dass Großbritannien und Deutschland derzeit im Nato-Rahmen Pläne zur Stärkung der Sicherheit in der Arktis diskutieren. Trump verneinte die Frage, ob dies seine Einschätzung ändern würde.

«Wir sprechen über Erwerb, nicht über eine Pacht», betonte er mit Vokabular eines Geschäftsmanns. Trump machte dabei klar, dass es ihm darum gehe, Grönland langfristig zu besitzen. Einmal mehr rechtfertige er das damit, dass sich sonst China oder Russland die Insel einverleiben würden. 

Was einige Nato-Staaten vorschlagen

Mehrere Nato-Staaten wie Großbritannien hatten sich zuletzt für einen Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis ausgesprochen. Ein Vorschlag sieht Diplomaten zufolge einen Überwachungseinsatz mit dem Namen «Arctic Sentry» (deutsch etwa: Wächter der Arktis) vor. Er soll den Amerikanern das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden kann.

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hatte gerade erst die grundsätzliche Bereitschaft Deutschlands zu einem größeren Beitrag zur militärischen Sicherheit in der Arktis erklärt. „Die richtigen Antworten müssen im Rahmen der Nato gefunden werden“, sagte der CDU-Politiker, der auf Island einen Zwischenstopp auf dem Weg in die USA einlegte.

Am Montag wird US-Außenminister Marco Rubio Wadephul in Washington empfangen. Die Drohungen von Trump gegen Grönland werden dabei wahrscheinlich eine wichtige Rolle spielen.

dpa