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Trump autorisiert CIA-Einsätze in Venezuela

Schon die Angriffe des US-Militärs auf mutmaßliche Drogenschmuggler-Boote in der Karibik waren höchst umstritten. Jetzt geht Trump einen großen Schritt weiter in Richtung Eskalation.

Trump will Drogenschmuggler auf dem Meer und an Land bekämpfen lassen. (Archivbild)
Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Präzisierung des deutschen Textes: Nach den tödlichen Angriffen des US-Militärs auf mutmaßlich mit Drogen beladene Boote in der Karibik ergreift Präsident Donald Trump weitere Maßnahmen im Kampf gegen irreguläre Migration und Drogenhandel aus Venezuela. Trump gab im Weißen Haus bekannt, dass Aktionen des Auslandsgeheimdiensts CIA in dem südamerikanischen Land genehmigt wurden. Er nannte jedoch keine Details zu den geplanten Einsätzen. Gleichzeitig kündigte er an, auch den Drogenschmuggel an Land zu bekämpfen. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro reagierte verärgert.

Als Gründe für die Autorisierung der Geheimdienst-Aktionen nannte der Republikaner eine angebliche Flut von Kriminellen und Drogen aus dem Land in die USA. «Sie haben ihre Gefängnisse in die Vereinigten Staaten von Amerika entleert», entgegnete Trump auf eine entsprechende Frage eines Reporters. Er behauptete, Tausende Gefängnisinsassen und Menschen aus psychiatrischen Einrichtungen seien ins Land gekommen. «Wir bringen sie zurück.» Der andere Grund seien Drogen, wovon viele aus Venezuela in die USA kämen, so Trump.

Zuletzt mehr als 20 Tote bei Aktionen des US-Militärs auf See

In den vergangenen Wochen hat das US-Militär mehrere Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik angegriffen. Berichten zufolge wurden dabei über 20 Personen getötet. Die Vorgehensweise wurde kritisiert, da die US-Regierung nicht offenlegte, auf welcher rechtlichen Grundlage sie handelte. Trotz des heftigen Protests der venezolanischen Regierung und des Aufrufs der Vereinten Nationen an die USA zur Zurückhaltung bleibt Trump unbeeindruckt. Er argumentiert, dass die Vereinigten Staaten von Drogen aus dem Ausland überflutet werden.

Trump sagte nun erneut, es gebe zahlreiche Drogen, die von Venezuela übers Meer auf den Weg in die USA gebracht würden, «aber wir werden sie auch auf Land stoppen». 

Maduro spricht von Staatsstreichen

Die Frage eines Reporters, ob die CIA befugt sei, Venezuelas Präsidenten Maduro «zu beseitigen», wollte Trump nicht beantworten und nannte sie eine «lächerliche Frage». Er glaube, wie andere Länder auch, spüre Venezuela den Druck. 

In einer ersten Reaktion auf Trumps Ankündigung sprach Maduro bei einer Veranstaltung in Caracas von Staatsstreichen der CIA, die er ablehne und fragte, wie lange die CIA noch mit diesen Staatsstreichen weiter machen wolle. Er nannte als Beispiel etwa Chile, wo die CIA 1973 eine aktive Rolle im Putsch gegen den damaligen Präsidenten Salvador Allende gespielt hatte. Lateinamerika wolle diese Staatsstreiche nicht, sagte Maduro.

https://x.com/AgenciaVNews/status/1978627069170135315
dpa