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Trump’s "Friedensrat" invites world leaders, some hesitant to join

Dozens of countries receive invites to Trump’s "Friedensrat". Responses vary from eager acceptance to cautious consideration.

Wer folgt Trump in seinen «Friedensrat?
Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Der sogenannte «Friedensrat» von Donald Trump sorgt weltweit für Zündstoff. Vorsitzender soll der US-Präsident selbst sein. Staaten können sich unbefristet einen Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern. Wer diese Gebühr nicht zahlt, soll nur für drei Jahre im Gremium vertreten sein.

Dutzende Länder haben Einladungen zum Eintritt in Trumps «Friedensrat» bekommen. Manche haben ihre Teilnahme zugesagt, andere geben sich eher verhalten. Das ist der Stand:

Diese Länder haben die Einladung zum «Friedensrat» angenommen

Ägypten: Das Außenministerium schreibt: «Ägypten begrüßt die Einladung zum Beitritt zum Friedensrat.» Präsident Abdel Fattah al-Sisi werde sie annehmen.

Albanien: Ministerpräsident Edi Rama lobt Trump, seine Initiative habe «das Potenzial, zu einem wahrhaft transformativen Modell der Friedensförderung auf globaler Ebene zu werden».

Argentinien: «Es ist mir eine Ehre, heute Abend die Einladung für Argentinien erhalten zu haben, als Gründungsmitglied dem Friedensrat beizutreten», schreibt Präsident Javier Milei auf X.

Armenien: Ministerpräsident Nikol Paschinjan akzeptiert Trumps Einladung öffentlich.

Das Land kündigt die Teilnahme Aserbaidschans an.

Bahrain: Gemäß dem Außenministerium hat König Hamad die Einladung akzeptiert.

Belarus: In einer Erklärung vor Reportern gibt Machthaber Alexander Lukaschenko bekannt, dass er die Teilnahme als Gründungsmitglied unterzeichnet hat.

Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel, hat erklärt, dass er die Einladung von Trump annehmen und dem Friedensrat beitreten wird.

Laut Medienberichten haben die Präsidenten von Kasachstan und Usbekistan ihre Teilnahme zugesagt.

Kosovo: «Wir sind bereit», schreibt Präsidentin Vjosa Osmani auf X. «Der Kosovo steht fest als Verbündeter Amerikas und ist bereit, diesen Frieden weiter voranzutreiben.»

Kuwait: Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna wird Kuwaits Außenministerium dem Gremium beitreten.

Marokko: Das Außenministerium schreibt, König Mohammed VI. begrüße «das Engagement und die Vision von Präsident Donald Trump für die Förderung des Friedens und hat diese Einladung angenommen».

Paraguay: «Wir übernehmen mit Stolz die Verantwortung, gemeinsam mit den Vereinigten Staaten für einen dauerhaften Frieden für alle zu arbeiten», verkündet Präsident Santiago Peña Palacios auf X.

Pakistan: Das Land freue sich darauf, «eine konstruktive Rolle im Rahmen des Friedensrates zu spielen», teilt das Außenministerium mit.

In einer gemeinsamen Erklärung von insgesamt acht Ländern, darunter Türkei, Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und Indonesien, bekunden ihre Absicht, dem Beitritt zuzustimmen. Die Einladung von Trump wird begrüßt und sie werden unterzeichnen, heißt es in der Mitteilung.

Ungarn: Als bisher einziges EU-Land hat Ungarn zugesagt. «Wenn es Trump ist, dann ist es Frieden», schreibt Ministerpräsident Viktor Orban auf Facebook. «Wir haben die ehrenvolle Einladung des Präsidenten selbstverständlich angenommen.»

Vereinigte Arabische Emirate (VAE): Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan hat die Einladung angenommen. «Seine Hoheit bekräftigte das Vertrauen der VAE in die Führungsrolle von Präsident Trump», schreibt das Außenministerium.

Generalsekretär To Lam hat offiziell die Einladung angenommen, wie es von der Regierung verkündet wurde.

Diese Länder haben dem «Friedensrat» zunächst eine Absage erteilt

Frankreich: Wegen der zögerlichen Haltung von Präsident Emmanuel Macron, dem «Friedensrat» beizutreten, droht Trump mit Zöllen von 200 Prozent auf Wein und Champagner.

Norwegen: Der stellvertretende Außenminister Andreas Motzfeldt Kravik sagte der Zeitung «Aftenposten», das Land könne dem «Friedensrat», wie er aktuell konzipiert sei, nicht zustimmen.

Laut Ministerpräsident Ulf Kristersson aus Schweden hat er bisher noch nicht offiziell auf die Einladung geantwortet. Gemäß den aktuellen Plänen wird Schweden jedoch nicht unterzeichnen.

Diese Länder haben – neben anderen – bisher nicht fest zugesagt

Deutschland: Berlin reagiert bisher verhalten. Außenminister Johann Wadephul zufolge gebe es noch Fragen. «Wir haben einen Friedensrat und das sind die Vereinten Nationen», sagt er am Mittwoch.

Die Regierung bestätigt lediglich, dass Peking eine Einladung erhalten hat. Es gibt vorerst keine genaueren Informationen.

Großbritannien: Premier Keir Starmer erklärte jüngst, er werde «mit Verbündeten über die Bedingungen des Friedensrats sprechen».

Italien: Die Regierung in Rom zeigt sich prinzipiell zwar offen für einen Beitritt. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wurde nach einem Gespräch mit dem Sender Rai1 so zitiert, dass es in der Satzung allerdings einige Elemente gebe, die mit der italienischen Verfassung nicht vereinbar seien. Ihre Regierung brauche deshalb mehr Zeit. Sie halte es für unklug, wenn sich Europa aus einem «interessanten» Gremium wie diesem heraushalte.

Kanada: Premier Mark Carney sagt, dass das Land grundsätzlich eine Teilnahme in Betracht ziehen könne, aber die Details seien noch nicht endgültig geklärt.

Russland: Laut Kreml hat Präsident Wladimir Putin eine Einladung von Trump über diplomatische Kanäle erhalten. Putin erklärte am Mittwoch, dass Russland bereit sei, die von Trump geforderte eine Milliarde Dollar Beitrittsgebühr für das Organ zu zahlen – jedoch nur aus den bereits in den USA eingefrorenen Mitteln.

Ukraine: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Medienberichten zufolge eine Einladung von Trump erhalten. Vor Journalisten soll er gesagt haben, es sei aber «schwer vorstellbar», in diesem Gremium neben Russland und Belarus zu sitzen: «Russland ist unser Feind, Belarus ist sein Verbündeter.»

Vatikan: Papst Leo XIV. habe eine Einladung erhalten, erklärt Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, «und wir prüfen derzeit unser weiteres Vorgehen».

dpa