Außenministerin Baerbock musste einen Termin in der Südukraine wegen einer russischen Aufklärungsdrohne vorzeitig abbrechen. Die Delegation kehrte zurück in ihre gepanzerten Fahrzeuge.
Ukraine-Besuch: Russische Drohne verfolgt Baerbock

Außenministerin Annalena Baerbock musste den Besuch eines Wasserwerks in der südukrainischen Stadt Mykolajiw vorzeitig abbrechen, da eine russische Aufklärungsdrohne auftauchte. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts teilte dies am Sonntag am Rande der Reise der Grünen-Politikerin mit. Die Delegationsmitglieder wurden daraufhin angewiesen, schnell in die gepanzerten Fahrzeuge von Baerbocks Kolonne zurückzukehren.
Hintergrund: Eine russische Aufklärungsdrohne wurde gesichtet, die auch den Bereich des Wasserwerks überflog. „Auf solche Drohnen folgt in der Regel ein direkter Luftangriff“, hieß es. Die Drohne verfolgte die Kolonne Baerbocks zunächst, drehte dann aber ab. Es wurde betont, dass es in dieser Situation am sichersten gewesen wäre, in Bewegung zu bleiben. Der Abbruch des Besuchs sei eine Entscheidung der ukrainischen und deutschen Sicherheitsteams gewesen – und nicht des Auswärtigen Amtes.
Kurz nachdem die Kolonne Baerbocks abgefahren war, wurde tatsächlich Luftalarm in der Region Mykolajiw ausgelöst. Der Alarm wurde nach etwa fünfzehn Minuten wieder aufgehoben.
Ministerin nach Luftalarm im Schutzraum
Bereits am Samstagabend musste Baerbock in der südukrainischen Hafenstadt Odessa aufgrund eines Luftalarms einen Schutzraum aufsuchen. Der Alarm wurde um 21.48 Uhr (Ortszeit) ausgelöst, im Stadtgebiet waren Luftschutzsirenen zu hören. Etwa 20 Minuten später wurde der Alarm wieder aufgehoben. Baerbock befand sich währenddessen laut einem Bericht eines dpa-Reporters zusammen mit Mitgliedern ihrer Delegation und anderen Gästen im Schutzraum ihres Hotels.
Laut Delegationskreisen gab es einen Raketenalarm. Nachfolgend war in der Region Odessa eine Explosion zu hören. Es war unklar, ob es einen Treffer gab oder ob die ukrainische Luftabwehr das Geschoss abgewehrt hat. Es gab zunächst keine Informationen über mögliche Schäden oder Opfer. Kurz vor dem Besuch von Baerbock gab es insgesamt vier Tote und mehrere Verletzte bei zwei russischen Drohnenangriffen in der Stadt Odessa.








