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Ukraine greift Russland an – Tote und Verletzte

Russland meldet erste zivile Opfer im Ukraine-Krieg

Foto: NF24 Archiv

Das russische Ermittlungskomitee, das für die Untersuchung schwerer Verbrechen zuständig ist, ordnete am Donnerstag eine strafrechtliche Untersuchung des angeblichen Beschusses aus der Ukraine an.

In einem Post auf Telegramm am Mittwoch bezeichnete Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow den Vorfall als „die gefährlichste Situation“, mit der die Region konfrontiert war, seit der russische Präsident Wladimir Putin Ende Februar Truppen in die Ukraine entsandte.

„Bis jetzt ist eine Person ums Leben gekommen, sie starb in einem Krankenwagen, und es gibt drei Verletzte“, teilte der Gouverneur der südwestlichen Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, über die Messaging-App Telegram mit.

Er beschuldigte „die ukrainische Seite“, das Dorf ins Visier genommen und den tödlichen Angriff ausgeführt zu haben. Er sagte auch, dass 17 Häuser und sechs Autos teilweise zerstört worden seien. Der Angriff erfolgte am 77. Tag der russischen Invasion in der Ukraine, welche schon Tausende von Toten gefordert hat.

Die Behörden in den an die Ukraine angrenzenden russischen Regionen haben die ukrainischen Streitkräfte wiederholt beschuldigt, Angriffe zu verüben. Im April sagte Gladkov, ukrainische Hubschrauber hätten ein Treibstofflager in Belgorod angegriffen.

In der Region Belgorod wurden in den vergangenen zweieinhalb Monaten mehr als ein Dutzend Vorfälle gemeldet, bei denen ein Zusammenhang mit dem Krieg Russlands in der Ukraine vermutet wird.

Am 1. Mai brach in einer russischen Militäreinrichtung ein Feuer aus, und am 27. April wurde in der Region Belgorod ein Munitionslager in Brand gesetzt. Russische Beamte brachten die Brände nicht öffentlich mit militärischen Aktivitäten in Verbindung.

Der Kreml forderte angesichts der jüngsten Anschläge zusätzliche Maßnahmen zur Verstärkung der Sicherheit in den an die Ukraine angrenzenden russischen Gebieten. Kiew hat sich nicht zu der jüngsten Serie von Angriffen auf russisches Territorium, einschließlich des jüngsten Beschusses in der Region Belgorod, bekannt.

Die Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij haben in Bezug auf die Angriffe auf russisches Territorium eine Politik der „strategischen Zweideutigkeit“ verfolgt und lediglich erklärt, dass die Brände von Treibstoff- und Waffenlagern in Russland ein „natürlicher Prozess“ seien.

bh
Quellen: themoscowtimes.com, ndtv.com