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Luftangriff – Ukraine nimmt vier Reaktoren vom Netz

Russland beschießt Kraftwerke in der Ukraine, doch auf die Atomkraftwerke wird nicht gezielt. Trotzdem sind die sensiblen Nuklearanlagen von Angriffen betroffen.

Die Ukraine hat nur wenige F-16 bekommen, einer ist bereits im Einsatz abgestürzt. (Archivbild)
Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

Die Ukraine musste laut offiziellen Angaben aufgrund eines russischen Luftangriffs vier Atomreaktoren vorübergehend abschalten. Die Regierung in Kiew teilte dies der Internationalen Atomenergie-Behörde in Wien in einem Schreiben mit. Die IAEA veröffentlichte den Brief eines Mitgliedslandes, hat sich jedoch bisher nicht zum Vorfall geäußert.

Beim schweren russischen Luftangriff am vergangenen Montag mussten morgens zunächst die Reaktoren 1, 3 und 4 im AKW Riwne vom Netz genommen werden, so die Angaben. Die Leistung im AKW Südukraine wurde angehoben. Aufgrund von Spannungsschwankungen im Netz wurde am Nachmittag der dritte Reaktorblock dieser Anlage abgeschaltet.

«Die Russische Föderation zielt weiter absichtlich auf die Energieinfrastruktur der Ukraine und will die Arbeit der Kernkraftwerke unterbrechen, die den meisten Strom für die Ukraine liefern», hieß es in dem Brief. Unabhängige Aussagen dazu gab es nicht.

Russland hat bereits viele Kohle-, Gas- und Wasserkraftwerke mit Luftangriffen zerstört oder beschädigt. Die ukrainischen AKWs wurden nicht angegriffen, sind jedoch von Stromnetzschwankungen betroffen. Das größte ukrainische AKW Saporischschja ist von der russischen Armee besetzt und außer Betrieb. Die IAEA fordert beide Seiten auf, die Sicherheit der Atomkraftwerke nicht zu gefährden.

[Luftangriff auf Atomreaktoren in Ukraine,Atomreaktoren in Ukraine mussten nach Luftangriff vorübergehend abgeschaltet werden. Russland zielt auf Energieinfrastruktur.]

dpa