Trotz Frost und Schnee wird an der Front in der Ukraine weiter geschossen. Die russische Armee hat die Initiative, aber die Ukrainer bremsen den Vormarsch.
Ukrainische Armee berichtet von heftigem Kämpfen im Osten

Das ukrainische Militär meldet, dass es heftige russische Angriffe an der Front im Osten des Landes gab. Laut dem Generalstab in Kiew gab es seit Donnerstagmorgen 180 einzelne russische Attacken. Die ukrainischen Verteidiger konnten 1.370 russische Soldaten töten oder verletzen.
Die Angaben des Militärs sind nicht im Detail verifizierbar, aber sie liegen über dem Durchschnitt der täglichen Berichte und deuten auf heftige Kämpfe hin. Ein Schwerpunkt bleibt der Frontabschnitt von Pokrowsk, der größtenteils von russischen Truppen kontrolliert wird. Allerdings halten ukrainische Streitkräfte weiterhin Positionen in der benachbarten Stadt Myrnohrad in der Region Donezk.
Russische Armee rückt im Gebiet Saporischschja vor
Auch südlich von Huljajpole im Gebiet Saporischschja gab es viele Angriffe. Laut dem militärnahen ukrainischen Blog DeepState hat die russische Armee in der Kleinstadt weitere Straßenzüge erobert. So bleibt das Bild der vergangenen Monate an der Front bestehen: Die russische Armee rückt langsam vor, erleidet dabei jedoch hohe Verluste.
Oberbefehlshaber: Ukrainer verringern eigene Verluste
Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj berichtete in einer Bilanz für das Jahr 2025, dass es gelungen sei, kritische Durchbrüche des Gegners zu verhindern. Seiner Einschätzung nach schaltet seine Armee jeden Monat mehr russische Soldaten aus, als Moskau mobilisieren könne. Gleichzeitig konnte die ukrainische Armee die eigenen Verluste um 13 Prozent reduzieren, schrieb Syrskyj ohne nähere Erläuterung.
Die russische Invasion in das Nachbarland wird am 22. Februar in ihr fünftes Jahr gehen.








