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Union bleibt stärkste Kraft laut Umfrage

CDU/CSU bei 30%, AfD bei 20%, Ampel-Koalitionäre unverändert, Schwarz-Grün bei 21% Zustimmung

Auf die Frage, welche Koalitionen nach der nächsten Bundestagswahl gut wären, nannten den Angaben zufolge 36 Prozent ein Bündnis aus Union und SPD.
Foto: Michael Kappeler/dpa

Die Union bleibt einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die «Bild am Sonntag» zufolge stärkste Kraft. Im sogenannten «Sonntagstrend» kommen CDU und CSU wie in der Vorwoche auf 30 Prozent. Zweitstärkste Kraft ist demnach die AfD, die mit 20 Prozent ihren Wert im Vergleich zu einer Umfrage in der Vorwoche hält. Ebenfalls unverändert bleiben die Werte der Ampel-Koalitionäre: Die Sozialdemokraten kommen laut Umfrage auf 15 Prozent der Stimmen, die Grünen auf 13 Prozent und die FDP würde mit 4 Prozent den Einzug in den Bundestag knapp verpassen. Mit 3 Prozent (-1) käme auch die Linke nicht in den Bundestag. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) landet demnach bei 7 Prozent.   

Laut den Angaben nannten 36 Prozent der Befragten ein Bündnis aus Union und SPD als gute Koalition nach der nächsten Bundestagswahl. 26 Prozent befürworteten eine sogenannte Deutschland-Koalition aus Union, SPD und FDP. Schwarz-Grün erhielt laut den Angaben 21 Prozent Zustimmung. 15 Prozent fanden eine Neuauflage der derzeit regierenden Ampel-Koalition gut.

54 Prozent der Unionswähler gegen Schwarz-Grün

Unter den Umfrageteilnehmern, die angaben, Unionswähler zu sein, waren 34 Prozent der Befragten der Meinung, dass Schwarz-Grün gut sei, während 54 Prozent es als schlecht ansahen. 38 Prozent äußerten, dass die Union vor der Bundestagswahl ein Bündnis mit den Grünen auf Bundesebene ausschließen sollte.

CDU-Chef Friedrich Merz hatte am vergangenen Wochenende in einer E-Mail an Anhänger über künftige Koalitionsoptionen der Union geschrieben. Dabei hatte er SPD und Grüne explizit als mögliche Partner genannt, falls es für ein Bündnis mit der FDP nicht reichen sollte. «Keine besonders verlockende Aussicht, aber eine regierungsfähige Mehrheit muss es geben», schrieb er dazu. Aus der CSU, aber auch vom Unions-Nachwuchs der Jungen Union, kam bereits heftiger Widerstand gegen die Möglichkeit eines schwarz-grünen Bündnisses. 

Generell sind Wahlumfragen immer unsicher. Die Gewichtung der erhobenen Daten wird den Meinungsforschungsinstituten durch nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschwert. Im Grunde genommen zeigen Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung und sind keine Vorhersagen für das Wahlergebnis.

dpa