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UN-Beschlüsse zu Wasser, Chemikalien und Bergbau

Bis spät in die Nacht verhandelten Delegierte bei der UN-Umweltversammlung im kenianischen Nairobi. Mehr als ein Dutzend Resolutionen wird angenommen. Die Bundesumweltministerin sieht Erfolge.

Die UNEA ist die höchste Versammlung für UN-Umweltpolitik auf Regierungsebene für Umweltangelegenheiten.
Foto: Brian Inganga/AP/dpa

Die Umweltversammlung der Vereinten Nationen hat Einigungen über den Umgang mit Wasserressourcen, Chemieabfällen und den Umweltauswirkungen des Bergbaus getroffen. Nach Abschluss des einwöchigen Treffens in Kenias Hauptstadt Nairobi haben Vertreter der 193 Mitgliedstaaten insgesamt 15 Resolutionen angenommen.

Die sechste UN-Umweltversammlung war das bisher größte Treffen seiner Art mit mehr als 140 Ministerinnen und -ministern und fast 6000 Delegierten, und die UNEA ist das höchste Entscheidungsgremium der Welt für Umweltangelegenheiten.

Fortschritte beim Schutz der globalen Wasserressourcen

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) lobte in Nairobi die Umweltkonferenz als «Leuchtturm des Multilateralismus» in einer schwierigen Situation. «Die globale Umweltpolitik steht vor riesigen Herausforderungen, und die geopolitischen Konflikte erschweren die Arbeit an guten Lösungen.»

Das Treffen hat aus Sicht der deutschen Delegation dennoch «entscheidende Fortschritte» beim Schutz der globalen Wasserressourcen gebracht. Auch einen Beschluss zum Umgang mit gefährlichen Chemikalien und ihrer Abfälle hob das deutsche Ministerium hervor. Das 2023 unter deutscher Präsidentschaft verabschiedete globale Rahmenwerk für Chemikalien wird im Arbeitsprogramm des UN-Umweltprogramms verankert und so international gestärkt.

Andere Beschlüsse beinhalten verstärkte Maßnahmen zur Bekämpfung von Sandstürmen und Wüstenbildung, Zusammenarbeit im Kampf gegen Luftverschmutzung, den Schutz der Artenvielfalt in den Ozeanen sowie den Umgang mit besonders giftigen Pestiziden. Insbesondere afrikanische Länder haben sich für eine Resolution eingesetzt, die sich mit den Umweltauswirkungen des Bergbaus von Mineralien und Metallen befasst.

Kriege und ihre Umweltauswirkungen

Für Diskussionen sorgte ein von der Ukraine eingebrachter Entwurf, der einen stärkeren Fokus auf die Umweltauswirkungen bewaffneter Konflikte forderte. Auch diese Resolution wurde angenommen – wenngleich der Vertreter Russlands, dessen Land seit zwei Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, die «Politisierung» des Treffens beklagte.

Zu den gescheiterten Resolutionen gehörte unter anderem ein von der Schweiz eingebrachter Entwurf, Technologien zur Beeinflussung der Intensität von Sonnenstrahlen zu fördern. Dies könnte laut Befürwortern zwar dazu beitragen, die Erderwärmung zu verlangsamen – Staaten des Globalen Südens sorgen sich jedoch über unbeabsichtigte Auswirkungen auf die Landwirtschaft.

dpa