Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

UN: Nun mehr als 30.000 Tote im Gazastreifen

Seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen sind mehr als 30.000 Menschen ums Leben gekommen. Sowohl der UN-Hochkommissar als auch der WHO-Chef nennen diesee Zahl.

Menschen begutachten Schäden und bergen in den Trümmern Gegenstände aus ihren Häusern nach israelischen Luftangriffen.
Foto: Omar Ashtawy/APA/ZUMA/dpa

Laut den Vereinten Nationen sind im Gazastreifen seit Beginn der israelischen Militäroffensive bereits über 30.000 Menschen gestorben.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, nannte die Zahl in einer Sitzung des Menschenrechtsrats. Zuvor hatte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, die Zahl auf der Plattform X genannt.

Weder Türk noch Tedros nannten die Quelle für ihre Information. Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde spricht von 30.035 Toten. 70.457 Palästinenser seien zudem verletzt worden, teilte die Behörde mit. Demnach wurden allein in den vergangenen 24 Stunden 81 Menschen getötet und 132 weitere verletzt.

Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Laut UN und anderen Beobachtern haben sich die Angaben der Behörde in der Vergangenheit als insgesamt glaubwürdig herausgestellt. Die Angaben unterscheiden nicht zwischen Zivilisten und bewaffneten Mitgliedern von Terrororganisationen. Israels Armee teilte auf Anfrage mit, rund «10.000 Terroristen» getötet zu haben.

Der Gaza-Krieg begann mit dem schlimmsten Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober nahe der Grenze zu Gaza verübt hatten. Auf israelischer Seite sind mehr als 1200 Menschen getötet worden, darunter mindestens 850 Zivilisten.

dpa