US-Präsident Joe Biden hat die erste offizielle Vorwahl der Demokraten im Bundesstaat South Carolina mit Leichtigkeit gewonnen und erhofft sich davon einen Schub für den weiteren Wahlkampf.
Joe Biden gewinnt erste Vorwahl der Demokraten in South Carolina

US-Präsident Joe Biden hat die erste offizielle Vorwahl der Demokraten in South Carolina erwartungsgemäß problemlos gewonnen und hofft, dass dies seinen Wahlkampf weiter vorantreiben wird. Kurz nachdem die Wahllokale am Samstagabend (Ortszeit) geschlossen wurden, erklärten die großen Fernsehsender CNN, NBC, ABC und Fox News übereinstimmend in ihren Prognosen Biden zum klaren Sieger und sagten ihm einen Stimmenanteil von über 96 Prozent voraus. Nur wenige prominente Parteikollegen traten neben ihm an. Biden strebt im November eine zweite Amtszeit als Präsident an und hat innerhalb der Partei keine ernstzunehmende Konkurrenz. Mit 81 Jahren ist er praktisch bereits gesetzt.
Die Wahl in South Carolina wurde jedoch als erster bedeutender Test für seine Wahlkampagne angesehen – auch aufgrund der Tatsache, dass in dem konservativen Südstaat der USA viele schwarze Wähler leben, deren Stimmen für Bidens Kampagne landesweit von großer Bedeutung sind.
Biden gab sich angesichts des Ausgangs der Vorwahl selbstbewusst und erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme, er habe keinen Zweifel daran, dass die Menschen in South Carolina seine Kampagne auf den Pfad geführt hätten, «die Präsidentschaft erneut zu gewinnen – und Donald Trump erneut zu einem Verlierer zu machen».
Um Präsidentschaftskandidat in den USA zu werden, muss man zuerst in den parteiinternen Vorwahlen erfolgreich sein. Im Sommer werden die Kandidaten dann offiziell bei Parteitagen ernannt. Die eigentliche Präsidentenwahl findet Anfang November statt.
Präsidentschaftsanwärter
Von den Kandidaten für die republikanische Präsidentschaft sind nur noch der ehemalige US-Präsident Trump und die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, übrig. Trump führt jedoch deutlich. Daher sieht es derzeit so aus, als ob es zu einer Wiederholung des Wahlkampfs zwischen Biden und Trump kommen wird, die bereits bei der letzten Präsidentschaftswahl 2020 gegeneinander angetreten sind.
Bereits Ende Januar wurde im Bundesstaat New Hampshire im Nordosten der USA über den demokratischen Präsidentschaftskandidaten abgestimmt. Biden war dort jedoch nicht auf dem Wahlzettel. Dies ist auf einen internen Streit innerhalb der Partei zurückzuführen: Biden und die Demokratische Partei wollten den Beginn der Vorwahlen nach South Carolina verlegen – aufgrund der vielfältigeren Wählerschaft dort, um den Stimmen der schwarzen Wähler mehr Gewicht zu verleihen. New Hampshire wollte jedoch den Status als erster Vorwahlstaat nicht aufgeben und bestand auf dem frühen Abstimmungstermin.
Trotzdem gewann Biden am Ende das Votum in New Hampshire – aufgrund einer Möglichkeit, die Wählern erlaubte, selbst einen Namen auf den Wahlzettel zu schreiben. Sein Erfolg hatte jedoch eher symbolischen Charakter, da die in diesem Bundesstaat gesicherten Delegiertenstimmen beim Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer nicht berücksichtigt werden.








