Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

US-Gouverneur: Erneut Schüsse von Bundesbeamten in Minnesota

Nach den tödlichen Schüssen eines Beamten der Einwanderungsbehörde auf eine Frau in Minnesota Anfang Januar soll es dort wieder einen Schussvorfall gegeben haben.

Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, fordert Washington auf, den Einsatz zu beenden. (Archivbild)
Foto: Jerry Holt/Star Tribune via AP/dpa

Nach den tödlichen Schüssen eines Beamten der Einwanderungsbehörde ICE auf eine Frau in Minneapolis im Norden der USA hat es laut dem Gouverneur des Bundesstaats Minnesota, Tim Walz, erneut einen Schussvorfall gegeben. Der Demokrat schrieb auf der Plattform X, es habe sich ein schrecklicher Schussvorfall durch einen Bundesbeamten am Samstagmorgen ereignet. Konkrete Angaben zu möglichen Opfern machte Walz nicht.

Er habe mit dem Weißen Haus gesprochen, schrieb der Gouverneur. «Minnesota hat es satt. Das ist abscheulich», schrieb Walz weiter. Trump müsse den Einsatz beenden. «Zieht die Tausenden gewalttätigen, ungeübten Beamten aus Minnesota ab. Jetzt.»

Die Stadt Minneapolis gab auf X bekannt, dass sie über Berichte über einen Schussvorfall in der Stadt mit Beteiligung von Bundesbeamten informiert sei und daran arbeite, Details mitzuteilen.

Ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis erschoss Anfang Januar eine 37-Jährige in ihrem Auto. Dies führte zu großem Entsetzen und Protesten. Die Regierung verteidigte das Vorgehen als Notwehr, während Demokraten und Demonstranten von exzessiver Gewalt und unzureichender Transparenz bei der Aufklärung sprachen.

Die ICE-Einsätze sind Teil der verschärften Abschiebepolitik in der zweiten Amtszeit von US-Präsident Trump. Laut US-Regierung wurden seit Beginn der verstärkten Einsätze in Minnesota etwa 3.000 Menschen festgenommen. Verschiedene Klagen lokaler Behörden gegen das Vorgehen der Bundesbehörden sind derzeit vor Gerichten anhängig.

dpa