US-Präsident Trump hat den Marineeinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus nach nur einem Tag ausgesetzt. Hintergrund sind Berichte über Unstimmigkeiten mit Saudi-Arabien, das den USA die Nutzung eines Stützpunkts untersagt hat.
US-Militärmission in der Straße von Hormus aufgrund saudischer Bedenken eingestellt – Newsflash24

US-Präsident Donald Trump hat die militärischen Aktivitäten zur Sicherung der Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus nach nur einem Tag abgebrochen. Der Einsatz, bekannt als „Project Freedom“, wurde vorübergehend ausgesetzt, um den Fortschritt in den Verhandlungen mit dem Iran zu beobachten. Trump erklärte, dass Pakistan und andere Nationen um eine Pause gebeten hätten, da es „große Fortschritte auf dem Weg zu einer umfassenden und endgültigen Vereinbarung“ mit dem Iran gebe.
Allerdings berichtet NBC News, dass der plötzliche Stopp des Marineeinsatzes auch auf Spannungen mit Saudi-Arabien zurückzuführen sei. Laut dem Sender habe Riad dem US-Militär die Erlaubnis verweigert, einen Stützpunkt im Land für die Operation zu nutzen. Diese Informationen stammen von zwei nicht namentlich genannten US-Regierungsvertretern.
Die saudische Führung war von Trumps Ankündigung, Schiffe durch die Straße von Hormus eskortieren zu wollen, überrascht und verärgert. Infolgedessen habe Saudi-Arabien Washington mitgeteilt, dass es den USA die Genehmigung verweigern werde, Militärflugzeuge von dem Stützpunkt aus oder durch den saudischen Luftraum fliegen zu lassen. Eine saudische Quelle betonte, dass das Königreich die diplomatischen Bemühungen Pakistans nachdrücklich unterstütze.
Telefonat zwischen Trump und dem Kronprinzen
Ein Telefonat zwischen Trump und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman konnte die Probleme nicht lösen. Trump sah sich gezwungen, den Einsatz auszusetzen, um den Zugang des US-Militärs zu dem kritischen Luftraum zu sichern.
Ein US-Beamter erklärte: „Aufgrund der geografischen Gegebenheiten ist die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern notwendig, um deren Luftraum entlang ihrer Grenzen nutzen zu können.“ In vielen Fällen gebe es keine andere Möglichkeit, so der Beamte weiter. Militärflugzeuge seien während des „Project Freedom“ entscheidend für den Schutz der Schiffe gewesen und hätten im Wesentlichen einen Schutzschirm gebildet.
Auch andere Verbündete im Golfraum waren von der Entscheidung überrascht. Berichten zufolge sprach Trump erst mit den Führern in Katar, nachdem der Einsatz bereits begonnen hatte. Ein Sprecher des Weißen Hauses wies diese Behauptung zurück und erklärte, dass die regionalen Verbündeten im Voraus informiert worden seien.
Die Situation verdeutlicht die komplexen geopolitischen Beziehungen in der Region und die Herausforderungen, vor denen die USA bei ihren militärischen Einsätzen stehen.
Quellen: n-tv
Bildquelle: depositptos








