Immer wieder attackieren die Huthi-Rebellen im Jemen Handelsschiffe im Roten Meer. Die Seeroute ist für den Welthandel immens wichtig. Nun reagieren die USA und weitere Verbündete.
US-Präsident: Militärschlag gegen Huthi-Rebellen erfolgreich

Die USA und Großbritannien haben mit Unterstützung weiterer Verbündeter in der Nacht «erfolgreich» Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen angegriffen. Der Militärschlag sei eine direkte Reaktion auf die beispiellosen Angriffe der Huthi auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer, teilte das Weiße Haus in einer schriftlichen Stellungnahme von US-Präsident Joe Biden mit. Er werde nicht zögern, bei Bedarf weitere Maßnahmen anzuordnen.
Seit Beginn des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas attackieren die Huthi regelmäßig Schiffe mit vermeintlicher israelischer Verbindung im Roten Meer. Große Reedereien umgehen zunehmend diese Route. Die Huthi greifen auch Israel direkt mit Drohnen und Raketen an. Es wurde zuletzt immer deutlicher, dass die USA und ihre Verbündeten eine Reaktion erwägen.
Biden äußerte, dass es bereits 27 Angriffe auf internationale Handelsschiffe gegeben habe. Zum ersten Mal hätten die Huthi-Rebellen dabei eine ballistische Antischiffsrakete eingesetzt. Über 2000 Schiffe seien gezwungen worden, einen Umweg von Tausenden Meilen zu nehmen.
Großbritannien und USA hatten vor Konsequenzen gewarnt
Gemäß den Berichten der Medien hat der Verteidigungsminister von Großbritannien, Grant Shapps, in den letzten Tagen wiederholt vor möglichen Konsequenzen gewarnt, falls die Angriffe nicht beendet werden. Aus diesem Grund hat Premierminister Rishi Sunak am Abend sein Kabinett zu kurzfristigen telefonischen Beratungen einberufen. Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats der USA, John Kirby, warnte am Donnerstag, dass die Huthi, sofern sie ihre Angriffe nicht stoppen, die Verantwortung für die daraus resultierenden Konsequenzen tragen müssten.
Etwa zehn Prozent des gesamten Welthandels werden über das Rote Meer abgewickelt. Der Suezkanal stellt die Verbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer dar und bietet somit die kürzeste Seeroute zwischen Asien und Europa. Die alternative Route um das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika verlängert die Transportdauer um einige Tage.
Großangriff der Huthi erst wenige Tage her
Die Huthi-Rebellen, die schiitisch sind, haben im Jemen seit 2014 in ihrem laufenden Aufstand große Teile des Landes im Norden erobert und kontrollieren auch die Hauptstadt Sanaa. Der Iran, der ebenfalls mehrheitlich schiitisch ist, unterstützt die Rebellen.
Erst vor wenigen Tagen hatten die Huthi einen Großangriff mit Drohnen und Raketen auf Schiffe im Roten Meer durchgeführt. Der Anführer der jemenitischen Rebellen, Abdul-Malik al-Huthi, äußerte sich laut dem Huthi-Fernsehsender Al Massirah deutlich: «Jede amerikanische Aggression wird niemals ohne eine Antwort bleiben», sagte er. Die Antwort auf jeden amerikanischen Angriff werde «größer» ausfallen, als der Großangriff der Rebellen vor kurzem. Der Rebellen-Anführer rief sein Volk dazu auf, in der Hauptstadt Sanaa zu Millionen auf den Straßen zu demonstrieren.








