US-Verhandler haben Entwurf für mögliche Übereinkunft ausgearbeitet, Gespräche in Paris geplant, Hamas könnte über 100 Geiseln freilassen und Israel militärische Aktionen für 2 Monate einstellen.
Verhandlungen über Freilassung israelischer Geiseln aus Hamas-Gewalt nehmen Fahrt auf

Laut einem Bericht rückt eine potenzielle Einigung in den Verhandlungen über die Freilassung weiterer israelischer Geiseln aus der Gewalt der islamistischen Terrororganisation Hamas näher.
US-Verhandler hätten einen Entwurf auf Grundlage von Vorschlägen Israels und der Hamas ausgearbeitet, der an diesem Sonntag in Paris besprochen werde, berichtete die «New York Times» in der Nacht zum Sonntag unter Berufung auf US-Regierungskreise. Der Deal könnte demnach vorsehen, dass die Hamas mehr als 100 Geiseln freilässt und Israel dafür sein militärisches Vorgehen im Gazastreifen für etwa zwei Monate einstellt.
Im Vergleich zur siebentägigen Feuerpause im November, bei der Geiseln und inhaftierte Palästinenser in Israel ausgetauscht wurden, würden die Kampfhandlungen nun deutlich länger ruhen. Die Hamas hatte am 7. Oktober bei ihrem brutalen Angriff auf Israel etwa 240 Geiseln in den Gazastreifen entführt. Schätzungsweise 1200 weitere Menschen verloren bei dem Massaker ihr Leben. Israel führt seitdem eine umfangreiche Boden- und Luftoffensive gegen die Hamas im Gazastreifen durch. Es wird geschätzt, dass sich noch etwas mehr als 130 Menschen in der Gewalt der Islamisten befinden.
Noch unklare Punkte
Laut dem Bericht sollte es in einer ersten Phase eine 30-tägige Pause der Kämpfe geben. Während dieser Zeit sollte die Hamas weibliche, ältere und verletzte Geiseln freilassen. Gleichzeitig sollten beide Seiten über eine zweite Phase verhandeln, in der israelische Männer und Soldaten, die als Geiseln genommen wurden, für weitere 30 Tage freigelassen würden.
Die Verhandler seien «vorsichtig optimistisch», berichtete die US-Zeitung. US-Präsident Joe Biden schickte demnach CIA-Geheimdienstchef William Burns für die Gespräche am Sonntag mit Vertretern Israels, Ägyptens und Katars nach Paris. Jedoch gibt es noch unklare Punkte, etwa wie viele inhaftierte Palästinenser Israel freilassen muss. Die Hoffnung der US-Regierungsbeamten sei aber, dass Israel die Kämpfe nach einer zweimonatigen Feuerpause nicht in der Art wie jetzt wieder aufnehmen werde.








