Im sich zuspitzenden Atomstreit zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamische Republik Iran hat US-Präsident Donald Trump erneut mögliche militärische Maßnahmen ins Spiel gebracht. Russland reagiert mit Warnungen vor schweren Folgen, sollte es zu einem amerikanischen Schlag kommen.
USA deuten Militärschlag gegen Iran an – Russland warnt vor Konsequenzen

Nach einer weiteren Runde indirekter Gespräche in Genf gibt es weiterhin keine Einigung im Streit um Irans Atomprogramm. Das Weiße Haus hält zugleich an seiner harten Linie fest: Trump hat dem Iran ein Ultimatum von etwa 10 bis 15 Tagen gesetzt, um eine Vereinbarung zu erreichen, andernfalls könnten „sehr schlechte Dinge“ geschehen. Die Formulierungen deuten auf mögliche militärische Optionen hin, auch wenn eine konkrete Entscheidung noch nicht gefallen ist.
US-Militärpräsenz wächst weiter
Die Vereinigten Staaten haben ihre militärischen Kräfte in der Golfregion verstärkt. Das umfasst u. a. mehrere Kriegsschiffe, Flugzeugträgergruppen und Kampfflugzeuge, die dort bereits positioniert sind oder auf dem Weg sind. Diese erhöhte Präsenz stärkt die Fähigkeit zu militärischen Einsätzen, sollte die diplomatischen Bemühungen scheitern.
Russland reagiert mit Warnungen
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat in einem Interview öffentlich davor gewarnt, einen neuen US-Angriff auf den Iran zu starten. Nach seiner Darstellung könnten solche Maßnahmen erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen und die Lockerung regionaler Spannungen gefährden. Er forderte Zurückhaltung und setzte sich für diplomatische Lösungen ein.
Teheran signalisiert Verteidigungsbereitschaft
Offizielle Vertreter des Iran haben gleichzeitig bekräftigt, dass das Land kein Interesse an einem Krieg habe, aber im Falle eines Angriffs „entschlossen und verhältnismäßig“ reagieren werde. In einem Schreiben an die Vereinten Nationen wurde betont, dass US-Militärbasen und Truppen im Nahen Osten im Verteidigungsfall legitime Ziele wären.
Die Lage bleibt angespannt: Die diplomatischen Gespräche über Irans Atomprogramm dauern an, doch an beiden Fronten wächst der politische und militärische Druck. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen soll innerhalb weniger Tage fallen.








