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USA nennen keine Frist für Waffenrückgabe der Hamas

Die Entwaffnung der Hamas gilt als einer der großen Knackpunkte in den Verhandlungen zum Gaza-Konflikt. Eigentlich arbeitet US-Präsident Donald Trump häufig mit Fristen – in diesem Fall bislang nicht.

Vance spricht über den Stand der Gaza-Verhandlungen.
Foto: Nathan Howard/Pool New York Times/AP/dpa

Die USA drängen auf die Entwaffnung der islamistischen Hamas, haben jedoch bisher keine zeitliche Frist gesetzt. US-Vizepräsident JD Vance antwortete während seines Besuchs in Israel auf die Frage von Journalisten, wie viel Zeit die Terrororganisation habe, um ihre Waffen niederzulegen, bevor die USA Maßnahmen ergreifen oder ihre Verbündeten dazu aufrufen: „Ich werde keine explizite Frist setzen, was auch der Präsident bislang abgelehnt hat. Vieles ist in der aktuellen Lage unvorhersehbar.“ Er betonte gleichzeitig, dass die Hamas sich an Vereinbarungen halten müsse.

Im Friedensplan von US-Präsident Donald Trump wird die Entwaffnung von Terrorgruppen im Gazastreifen gefordert. Die Islamisten weigern sich jedoch, dies zu akzeptieren. Das stellt einen Konfliktpunkt dar.

Vance bittet um Geduld zu toten Geiseln

Im Mittelpunkt seines Besuches stünde die Rückgabe der noch im Gazastreifen verbliebenen toten Geiseln, sagte Vance und bat zugleich um Geduld. Die Rückgabe sei schwierig und könne nicht «über Nacht erfolgen». Einige Opfer seien unter Tonnen von Gestein begraben, bei anderen sei unklar, wo sie sich befinden.

Vance sagte auch, langfristig sei das Ziel, dass die Bevölkerung in Gaza in einer «florierenden und sicheren» Umgebung lebe. Der für die USA in die Verhandlungen involvierte Manager und Schwiegersohn Trumps, Jared Kushner, erläuterte dazu: Geld für den Wiederaufbau werde aber nur in Gegenden fließen, die nicht von der Hamas kontrolliert werden.

Koordinationszentrum mit 200 Amerikanern

Vance war zuversichtlich, dass die Waffenruhe in der Region bestehen bleibt. Die USA spielen derzeit eine Koordinatorenrolle in der Region. Ein Zentrum in Israel namens Civil-Military Coordination Center (CMCC) dient diesem Zweck. Laut Militärangaben sind dort 200 US-Kräfte stationiert. Es soll als eine Art Drehscheibe dienen, um Konflikte in der Region zu vermeiden. Es geht auch um die Organisation von Gütern, die nach Gaza geliefert werden. Vance betonte, dass das US-Militär keine Bodentruppen im Gazastreifen einsetzen wird.

dpa