Die USA haben Berichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs vorgelegt. Dieser umfasst eine Feuerpause für Verhandlungen, strikte Atomrestriktionen und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus.
USA präsentieren umfassenden Plan zur Konfliktbeendigung im Iran

Der US-Präsident strebt an, den Konflikt mit dem Iran möglichst bald zu beenden oder zumindest eine Unterbrechung herbeizuführen. Medienberichten zufolge hat Washington einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs vorgelegt. Dieser Vorschlag wurde über die pakistanische Regierung an Teheran übermittelt, die sich als Vermittler angeboten hatte, wie aus Berichten hervorgeht.
Der Plan sieht strenge Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vor und beinhaltet die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Laut dem israelischen Sender Channel 12 schlagen die USA zudem eine einmonatige Feuerpause vor, während der über den Plan verhandelt werden soll. Der Vorschlag umfasst ein Ende jeglicher Urananreicherung auf iranischem Boden sowie die Übergabe des bereits angereicherten Materials. Darüber hinaus soll der Iran die Straße von Hormus wieder öffnen.
Von einem Regimewechsel in Teheran wird in den Berichten nicht gesprochen. Im Gegenzug sollen alle Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Zudem erhält Teheran Unterstützung bei der Entwicklung ziviler Atomenergie in Buschehr. Kurz vor Bekanntwerden des Plans hatte die iranische Regierung Israel vorgeworfen, das dortige Atomkraftwerk erneut angegriffen zu haben.
Reaktionen auf den Plan
Das Weiße Haus und das US-Außenministerium haben sich bislang nicht zu den Berichten geäußert. Dennoch reagierten die Ölpreise sofort auf die Nachrichten: Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um 5,92 Prozent auf 98,30 Dollar (84,71 Euro), während der Preis für die US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) um 5,01 Prozent auf 87,72 Dollar zurückging.
US-Präsident Donald Trump sprach zuvor von laufenden Verhandlungen mit dem Iran. Diese Gespräche würden „genau jetzt“ stattfinden, erklärte er im Weißen Haus. An den Verhandlungen seien Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Trumps Sondergesandter Steve Witkoff sowie sein Schwiegersohn Jared Kushner beteiligt. Trump betonte, dass man mit den „richtigen Leuten“ im Iran spreche, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Er erwähnte, dass es eine neue Führung in der Islamischen Republik gebe und die Iraner „unbedingt“ eine Einigung erzielen wollten. Das iranische Außenministerium und der einflussreiche Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf hatten jedoch Trumps Aussagen dementiert, dass seit Sonntag Verhandlungen mit den USA stattfinden.
Aktuelle Entwicklungen im Konflikt
Israel und die USA hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf US-Einrichtungen in der Region. Seit Beginn des Konflikts ist die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Dies hat die Öl- und Gaspreise weltweit in die Höhe getrieben und US-Präsident Trump unter innenpolitischen Druck gesetzt. Die Situation hat auch in anderen Ländern Besorgnis ausgelöst.
Nach Angaben der UN-Schifffahrtsorganisation (IMO) hat der Iran die Straße von Hormus mittlerweile teilweise wieder geöffnet. Schiffe, die „weder an Aggressionshandlungen gegen den Iran teilnehmen noch diese unterstützen“ und bestimmte Sicherheitsvorschriften einhalten, dürfen „in Abstimmung mit den zuständigen Behörden“ die wichtige Meerenge wieder passieren, hieß es in einer Erklärung der IMO aus Teheran.
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Bildquelle: Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)








