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Verunreinigtes Wasser an weiterem Bundeswehr-Ort?

Nach Köln ist nun der Kreis Euskirchen betroffen: Ein Zaun an einem Trinkwasser-Behälter wurde durchgeschnitten. Unklar ist, ob das Wasser kontaminiert wurde. Von dort wird auch eine Kaserne versorgt.

In Mechernich im Kreis Euskirchen wird bis auf weiteres vor der Nutzung von Leistungswasser gewarnt. (Symboldbild)
Foto: Felix Kästle/dpa

Nachdem ein durchschnittener Zaun an einem Trinkwasser-Hochbehälter in Mechernich im Kreis Euskirchen entdeckt wurde, warnt das Gesundheitsamt davor, das Wasser zu nutzen. Der Bundeswehr-Standort Mechernich bezieht sein Wasser ebenfalls aus diesem Wasserbehälter, wie auf der Homepage der Stadt mitgeteilt wird. Es wird nun innerhalb der nächsten Stunden festgestellt, ob das Wasser kontaminiert ist oder nicht.

Die Stadt gab bekannt, dass das Trinkwasser gesundheitsgefährdend verunreinigt sein könnte. Diese Warnung erfolgt auch in Bezug auf die jüngsten Vorfälle am Bundeswehrstandort Köln.

In Köln war am Mittwoch die Luftwaffenkaserne Köln-Wahn gesperrt worden – im Raum stand der zunächst unbestätigte Verdacht, dass die Wasserversorgung sabotiert worden sein könnte. Es wurde ein Loch an einem zum Wasserwerk der Kaserne führenden Zaun entdeckt, die Bundeswehr stellte zudem nach eigenen Angaben «abnorme Wasserwerte» fest und leitete weitere Untersuchungen ein.

In Mechernich ist es vorübergehend untersagt, das Leitungswasser weder zum Trinken noch zum Duschen oder zur Zubereitung von Nahrung zu verwenden. Laut Angaben sind 10.000 Menschen von der Warnung betroffen. Der Bundeswehr-Standort Mechernich sowie die Orte Strempt, Roggendorf, Breitenbenden, Weißenbrunnen und Denrath beziehen ihr Wasser ebenfalls aus dem Wasserbehälter.

Am Nachmittag sei ein durchschnittener Zaun auf dem Gelände des Trinkwasser-Hochbehälters der Stadt entdeckt worden. «Aufgrund eines unbefugten Zugangs am Trinkwassersystem der Stadt Mechernich könnte es zu einer gesundheitsgefährdenden Verunreinigung des Trinkwassers gekommen sein», hieß es von der Stadt.

dpa