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Von Hamas übergebene Geisel-Leichen identifiziert

Die Hamas hat bisher 15 der 28 getöteten Geiseln an Israel übergeben. Nach dem Waffenruhe-Abkommen fehlen jetzt noch die Überreste von 13 Entführten.

Noch immer werden 13 tote Geiseln im Gazastreifen vermutet. (Archivbild)
Foto: Abdel Kareem Hana/AP/dpa

Laut israelischen Angaben handelt es sich bei den beiden zuletzt von der islamistischen Hamas im Gazastreifen übergebenen Leichen um die sterblichen Überreste aus Israel entführter Geiseln. Das bestätigte das israelische Militär in der Nacht. Eines der beiden Opfer wurde als Arie Salmanowich identifiziert, bei dem anderen handele es sich um den getöteten Soldaten Tamir Adar.

Die Hamas hatte vereinbart, im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens insgesamt 28 tote Geiseln zu übergeben. Derzeit werden noch 13 Leichen im Gazastreifen vermutet – es ist jedoch fraglich, ob die sterblichen Überreste letztendlich in allen Fällen übergeben werden. Die Hamas argumentiert, dass es nach zwei Jahren Krieg und weitreichender Zerstörung im Gazastreifen äußerst schwierig sei, alle Leichen zu bergen.

Laut der israelischen Armee wurde Salmanowich bei dem Überfall der Hamas und anderer islamistischer Terroristen auf Israel am 7. Oktober 2023 lebend aus seinem Haus entführt. Es wird angenommen, dass er am 17. November 2023 in Gefangenschaft ermordet wurde, teilte die Armee mit. Salmanowich war zum Zeitpunkt seines Todes 85 Jahre alt.

Adar sei am Tag des Überfalls bei der Verteidigung eines Kibbuz getötet und seine Leiche von der Terrororganisation Volksfront für die Befreiung Palästinas verschleppt worden, hieß es. Adar sei zum Zeitpunkt seines Todes 38 Jahre alt gewesen. Er hinterlässt laut «Times of Israel» seine Frau und zwei Kinder.

Während ihres beispiellosen Massakers töteten die Terroristen etwa 1.200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 250 in den angrenzenden Gazastreifen. Das Massaker führte zum Gaza-Krieg zwischen Israel und der Hamas. Am Montag vergangener Woche wurden die letzten 20 lebenden Geiseln von den Islamisten freigelassen. Gemäß der ersten Phase einer seit dem 10. Oktober geltenden Waffenruhe sollen alle lebenden und toten Geiseln an Israel übergeben werden.

dpa