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Costa Rica: Laura Fernández führt bei Präsidentschaftswahl

Konservative Kandidatin mit fast 49% der Stimmen vorne, Amtsantritt am 8. Mai geplant.

Laura Fernández war als klare Favoritin ins Rennen gegangen.
Foto: Francisco Canedo/XinHua/dpa

Nach vorläufigen Ergebnissen liegt die konservative Laura Fernández bei der Präsidentschaftswahl in Costa Rica deutlich vorn. Laut dem obersten Wahlgericht erhielt die Kandidatin der Souveränen Volkspartei (PPSO) nach Auszählung von 88 Prozent der Wahllokale knapp 49 Prozent der Stimmen. Insgesamt traten 20 Kandidaten in dem mittelamerikanischen Land um die Nachfolge von Präsident Rodrigo Chaves an.

Mit knapp 33 Prozent folgt der Ökonom Álvaro Ramos von der sozialdemokratischen Nationalen Befreiungspartei auf dem zweiten Platz. Etwa 3,7 Millionen Menschen waren wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag vorläufig knapp unter 70 Prozent. Gleichzeitig wurde auch ein neues Parlament gewählt. Das neue Staatsoberhaupt und Regierungschef wird sein Amt am 8. Mai antreten.

Vorgehen gegen Kriminalität

Fernández wurde als Favoritin des amtierenden Mitte-Rechts-Präsidenten Chaves angesehen. Obwohl er populär war, konnte er nicht erneut kandidieren, da die Verfassung eine sofortige Wiederwahl nach einer vierjährigen Amtszeit verbietet.

Die ehemalige Ministerin Fernández, 39 Jahre alt, versprach angesichts der steigenden Kriminalität ein hartes Vorgehen gegen Verbrechergruppen in dem Urlaubsland. Ihre Partei wird in wirtschaftlichen Fragen als liberal und in sozialen Fragen als konservativ angesehen.

Bisher gab es in Costa Rica mit etwa fünf Millionen Einwohnern nur eine Präsidentin: Laura Chinchilla regierte von 2010 bis 2014 und gewann als letzte Kandidatin bereits in der ersten Runde ohne Stichwahl.

dpa