Treffen mit Gunnarsdóttir vor Trumps Grönland-Drohungen. Sicherheit in Arktis im Fokus.
CDU-Politiker Wadephul auf Island-Trip vor US-Reise

Außenminister Johann Wadephul macht während seines Fluges in die USA einen Zwischenstopp auf Island. Auf der nur knapp 300 Kilometer südöstlich von Grönland liegenden Insel traf der CDU-Politiker mit seiner Kollegin Thorgerdur Katrín Gunnarsdóttir zusammen. Das Treffen findet vor dem Hintergrund der Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer gewaltsamen Einnahme Grönlands statt.
Island und Grönland, das offiziell zu Dänemark gehört, sind ebenso wie die USA und Deutschland Mitglieder der Nato. Beim Gespräch zwischen Wadephul und Gunnarsdóttir wird wahrscheinlich auch die Sicherheit in der Arktisregion diskutiert.
Trump hat mehrmals mit der gewaltsamen Eroberung Grönlands gedroht. Er wies auf die strategische Bedeutung der Insel hin, auf die jüngste starke Präsenz russischer und chinesischer Schiffe in der Region – und auf die Bodenschätze Grönlands. Besorgnis erregend sind vor allem Trumps Äußerungen, weil er militärische und wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen nicht ausschloss, um die Kontrolle über Grönland zu erlangen. Die Insel ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland.
Treffen mit Klingbeil beim Tankstopp
Als Wadephul in Reykjavik ankam, wurde er unten am Flugzeug auch von Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erwartet. «Ist das hier Klingonien?», fragte der Außenminister gut gelaunt und scherzend. Die Flugzeuge der Flugbereitschaft der beiden Minister standen nebeneinander – Klingbeil ist ebenfalls auf einer Reise in die USA und hatte dort einen Tankstopp eingelegt. Wadephul verabschiedete Klingbeil mit einem Klaps und den Worten «Hau rein».
Wadephul am Montag bei Rubio in Washington
An diesem Montag wird Wadephul in der US-Hauptstadt Washington von seinem Kollegen Marco Rubio empfangen. Auch dabei dürften die Drohungen Trumps gegen Grönland eine wichtige Rolle spielen. Neben der transatlantischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik geht es bei dem Treffen vor dem Hintergrund der laufenden Beratungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine auch um die weitere Unterstützung des vor knapp vier Jahren von Russland angegriffenen Landes.








