Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Wahl-O-Mat zur Europawahl startet

Seit 2002 dient er bereits als Entscheidungshilfe bei Wahlen: Der Wahl-O-Mat ist auch in diesem Jahr wieder zur Europawahl im Einsatz.

bpb-Präsident Thomas Krüger in Berlin beim Start des Wahl-O-Mat zur Wahl des Europäischen Parlaments 2024.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Wer Entscheidungshilfe für die Europawahl am 9. Juni braucht, kann ab sofort wieder den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung nutzen. «Der Wahl-O-Mat ist ein spielerischer Zugang, sich mit den Programmen der Kandidierenden zu beschäftigen», sagte der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, bei der Eröffnung der Internetseite.

Man kann mit dem Online-Tool in 38 Thesen seine eigene Position mit der aller zugelassenen Parteien vergleichen, indem man zwischen Zustimmung und Ablehnung wählt. Ein Prozentwert gibt den Grad der Übereinstimmung an.

Der Wahl-O-Mat existiert seit 2002. Er soll insbesondere junge Menschen dazu bringen, sich an Landtags-, Bundestags- und Europawahlen zu beteiligen. Laut Angaben der Zentrale wurde der Wahl-O-Mat bei der Europawahl 2019 fast zehn Millionen Mal genutzt, bei der letzten Bundestagswahl sogar über 21 Millionen Mal. Die Thesen wurden von 30 Experten und Expertinnen sowie Jugendlichen entwickelt, die sich um einen Platz im Redaktionsteam beworben hatten. Die Finanzierung des Online-Fragebogens sowie der Bundeszentrale erfolgt aus Steuermitteln.

Krüger sagte, dass der Wahl-O-Mat keine Wahlempfehlung sei, sondern ein Zugang zum Angebot der Parteien. Bei der letzten Wahl hätten jedoch rund sechs Prozent der Nutzer aufgrund des Online-Tools überhaupt entschieden, wählen zu gehen.

Diesen Effekt begrüßte auch SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert bei der Eröffnung, an der die im Europaparlament vertretenen Parteien teilnahmen. «Ein Tool, was mittlerweile von Millionen Menschen bei jeder Wahl genutzt wird, kann man nur gut finden, weil es Menschen dabei unterstützt, eine Entscheidung zu finden und sich auch überhaupt für eine Wahlteilnahme zu entscheiden», sagte Kühnert.

dpa