Ophelia Nick, Bundestagsabgeordnete der Grünen, vermeldet mit 2,7 Millionen Euro die höchsten Nebeneinkünfte im Parlament. Die Erbin des Technologiekonzerns Voith hat damit deutlich mehr verdient als die anderen Top-Verdiener.
Warum Ophelia Nick mit ihren Nebeneinkünften im Bundestag auffällt

Die Zahl 2,7 Millionen Euro steht im Raum: Diese beeindruckende Summe hat die Bundestagsabgeordnete Ophelia Nick (53, Grüne) seit ihrem Einzug in den Bundestag im Jahr 2021 an Nebeneinkünften erzielt. Nach Angaben von „Abgeordnetenwatch“ stammen diese Gelder aus Gewinnausschüttungen von Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, insbesondere dem Technologiekonzern Voith, den sie geerbt hat.
Nick übertrifft Konkurrenz bei Nebeneinkünften
Nick ist nicht nur die Spitzenreiterin unter den Bundestagsabgeordneten, was die Nebeneinkünfte betrifft, sondern ihre Einnahmen übersteigen die Gesamtbeträge der vier anderen Politiker in den Top 5 zusammen. Insgesamt haben 232 Abgeordnete Nebeneinkünfte oder geldwerte Vorteile in Höhe von 10,6 Millionen Euro gemeldet. Dies verdeutlicht die finanzielle Dimension, die mit Nebentätigkeiten einhergeht.
Hintergrund zu Ophelia Nick
Die Politikerin ist mütterlicherseits Erbin des Technologiekonzerns Voith, der rund 20.000 Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro erzielt. Seit 2017 sitzt sie im Aufsichtsrat des Familienunternehmens. Nick rückte im Jahr 2021 über die Landesliste ihrer Partei in den Bundestag ein. Zudem ist sie väterlicherseits mit dem ehemaligen Bundesinnenminister Otto Schily (93, SPD) verwandt, da sie seine Nichte ist.
Die Top 5 der Nebeneinkünfte
Auf dem zweiten Platz der Politiker mit den höchsten Nebeneinkünften befindet sich Alexander Engelhard (53, CSU), der etwa 1,5 Millionen Euro erwirtschaftet hat. Dies geschieht jedoch nicht in Berlin, sondern durch seine Bio-Getreidemühle im ländlichen Raum. Sebastian Maack (57, AfD) belegt den dritten Platz mit 439.000 Euro, die aus einem kleinen Vermietungsimperium stammen. Platz vier geht an Güntzler (60, CDU) mit 425.000 Euro, die er durch Gewinnausschüttungen von Steuerberatungskanzleien und seine Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer erzielt. Der AfD-Abgeordnete Enrico Komning (57) schließt die Reihe mit 345.000 Euro aus seiner anwaltlichen Tätigkeit ab.
Offenlegungspflichten für Abgeordnete
Bundestagsabgeordnete sind verpflichtet, Nebentätigkeiten und Unternehmensbeteiligungen ab einer Schwelle von fünf Prozent offenzulegen, wofür sie eine Frist von drei Monaten haben. Bei Verstößen gegen diese Offenlegungspflichten kann die Bundestagspräsidentin Ordnungsgelder von bis zu 70.000 Euro verhängen.
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