Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Bildungssenatorin Günther-Wünsch machten kürzlich ihre Liebe öffentlich. Die Beziehung wird oft kritisch bewertet. Jetzt äußert sich Wegner.
Wegner zu seiner Beziehung: «Das geht im Jahr 2024»

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat zum ersten Mal in der Öffentlichkeit seine Beziehung mit Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (beide CDU) kommentiert und sie unterstützt.
«Was ist eigentlich passiert? Zwei Menschen haben sich ineinander verliebt. Und weil diese beiden Menschen dienstlich miteinander zu tun haben, haben sie sich überlegt, das auch öffentlich zu erklären», sagte Wegner beim Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbands Spandau. «Nach reiflicher Überlegung haben wir uns auch gesagt, das geht, das geht in Berlin, das geht in Berlin im Jahr 2024.»
Gibt es Interessenskonflikte?
Wegner betonte, dass er die Senatorinnen und Senatoren nach ihrer Kompetenz ausgewählt habe. Günther-Wünsch habe in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie eine absolute Expertin in Bildungsfragen sei. Und nach acht Monaten im Amt erweise sie sich bereits als Berlins beste Bildungssenatorin seit vielen, vielen Jahren.
Zu etwaigen Interessenskonflikten bei der Arbeit sagte Wegner, er könne in vielen Bereichen von der Entlassung von Senatsmitgliedern bis zum Aufstellen des Haushalts nicht allein entscheiden. «Ich würde es mir manchmal wünschen. Aber die Realität sieht doch ganz anders aus.» Hinsichtlich beider Punkte war die Beziehung in Medien kritisch bewertet worden.
Wegner und Günther-Wünsch haben am Freitag über ihren Anwalt mitgeteilt, dass sie im Herbst 2023 beschlossen haben, eine Beziehung einzugehen. Grüne und Linke hatten unter anderem Zweifel geäußert, ob beide Senatsmitglieder Privates und Berufliches ausreichend klar trennen könnten und vor möglichen Interessenkonflikten gewarnt.








