Frauen und Männer sollen Fragebogen verpflichtend ausfüllen, Interesse an sozialem Einsatz abfragen und potenzielle Freiwillige gezielt ansprechen.
CDU-Frauen fordern Ausweitung des Wehrdienst-Fragebogens

Die Frauen-Union fordert, den neuen Wehrdienst-Fragebogen der Bundeswehr auszuweiten und Frauen verpflichtend zum Ausfüllen heranzuziehen. In einem Antrag für den CDU-Bundesparteitag Mitte Februar, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, verlangen die Frauen, das jüngst beschlossene Modell der Freiwilligkeit beim Wehrdienst «umgehend weiterzuentwickeln».
Konkret heißt es im Antrag, sowohl Frauen als auch Männer sollten den Fragebogen «verpflichtend» ausfüllen. Bislang erhalten ihn alle, die 18 werden, aber nur Männer müssen reagieren, Frauen können freiwillig Auskunft geben.
Außerdem ist geplant, den Fragebogen inhaltlich zu erweitern: Personen, die erklären, keinen Militärdienst leisten zu wollen, sollen laut dem Wunsch der Frauen-Union zukünftig gefragt werden, ob sie stattdessen Interesse an einem Engagement im sozialen Bereich – beispielsweise in der Kinder- und Jugendhilfe oder Altenpflege – oder im Zivil- und Katastrophenschutz haben. Diese Informationen sollen dann an Wohlfahrtsverbände sowie Organisationen wie dem Technischen Hilfswerk (THW) oder dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) weitergeleitet werden, um potenzielle Freiwillige gezielt anzusprechen.
Wehrdienst-Modell steht vor Bewährungsprobe
Der Hintergrund ist der neue Wehrdienst, der am 1. Januar 2026 eingeführt wurde und zunächst auf Freiwilligkeit basiert. Sollte es der Bundeswehr nicht gelingen, genügend Freiwillige mit Hilfe des Fragebogens zu gewinnen, behält sich die schwarz-rote Koalition die Einführung einer sogenannten Bedarfswehrpflicht vor.
Die Frauen der CDU fordern, dass frühzeitig Vorbereitungen für einen Ersatzdienst getroffen werden und die Anreize des Wehrdienst-Solds auf diesen Dienst übertragen werden.








