Biden stärkt die Partnerschaft mit Deutschland und betont das Engagement gegen Antisemitismus und Hass. Der erste bilaterale Besuch in Deutschland während seiner Amtszeit.
US-Präsident Joe Biden besucht Deutschland und Angola im Oktober

US-Präsident Joe Biden besucht Mitte Oktober Deutschland. Biden werde am 10. Oktober nach Deutschland reisen, am 13. Oktober reise er weiter nach Angola, teilte das Weiße Haus mit. Der US-Präsident werde in Deutschland mit führenden deutschen Politikern zusammentreffen, «um die enge Verbindung zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland als Verbündete und Freunde weiter zu stärken und sich über gemeinsame Prioritäten abzustimmen».
Biden will Deutschland für Ukraine-Unterstützung danken
Laut der Regierungszentrale in Washington beabsichtigt Biden während seines Besuchs auch das Engagement der USA und Deutschlands für Demokratie sowie den Kampf gegen Antisemitismus und Hass zu bekräftigen. Darüber hinaus plane er, Deutschland für die Unterstützung der Ukraine, die von Russland angegriffen wurde, zu danken. Deutschland leiste einen Beitrag zur Sicherheit der Vereinigten Staaten und des gesamten Nato-Bündnisses. Das Weiße Haus hat zunächst keine weiteren Details zu Bidens Deutschlandreise bekannt gegeben.
Der «Tagesspiegel» hatte zuvor berichtet, dass Biden für drei Tage nach Berlin reisen wolle. Die Berliner Polizei kläre dafür bereits besondere Schicht- und Dienstmodalitäten. Vergangene Woche hatte die US-Zeitung «The Hill» unter Berufung auf Bidens Umfeld über die Reisepläne des Präsidenten berichtet, aber noch ohne genauen Termin.
Es ist Bidens erster bilateraler Deutschland-Besuch in seiner vierjährigen Amtszeit und der erste Besuch eines US-Präsidenten in Berlin seit Barack Obama im November 2016 auf seiner Abschiedstournee die damalige Regierungschefin Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt besuchte.
Bidens Amtszeit endet bald
Biden nahm 2022 am G7-Gipfel in Elmau teil und machte bei einem Tankstopp seines Regierungsfliegers auf der Militärbasis in Ramstein Halt. Allerdings hat es bisher keinen regulären bilateralen Besuch gegeben.
Im Januar wird der 81-Jährige aus dem Amt ausscheiden. Aufgrund des großen Drucks seiner eigenen Partei hatte er sich im Juli aus dem Wahlkampf für eine zweite Amtszeit zurückgezogen und seiner Stellvertreterin Kamala Harris das Feld überlassen. Der Grund waren erhebliche parteiinterne Bedenken bezüglich seines Alters und mentalen Zustandes.
Biden hatte vor seinem Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen Auslandsreisen aufgrund des Wahlkampfes minimiert. Jetzt hat er jedoch mehr Zeit für seine Amtsgeschäfte – und arbeitet in den verbleibenden Monaten vor seinem Abschied aus dem Weißen Haus an seinem politischen Vermächtnis.
Olaf Scholz, der Bundeskanzler, reiste während der Präsidentschaft Bidens mehrmals in die US-Hauptstadt, jedoch immer zu Arbeitsbesuchen und nicht zu einem Staatsbesuch mit besonderem protokollarischem Pomp.
Trip nach Afrika immer wieder aufgeschoben
Biden hatte schon lange versprochen, eine Reise auf den afrikanischen Kontinent zu unternehmen, aber immer wieder verschoben. Das Weiße Haus teilte nun mit, dass Biden nach seinem Aufenthalt in Deutschland weiter nach Angola reisen möchte. Vorher hatten bereits mehrere Mitglieder aus Bidens Kabinett verschiedene Länder in Afrika besucht.
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