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Trump sieht Machado nicht als Nachfolgerin von Maduro

Seine Meinung basiert auf Beratern und Sicherheitsteam. Treffen mit Machado im Weißen Haus geplant.

Hat Trump im Weißen Haus getroffen: die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado.
Foto: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa

Laut dem Weißen Haus betrachtet US-Präsident Donald Trump die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado weiterhin nicht als aussichtsreiche Nachfolgerin von Nicolás Maduro. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt bestätigte bei einer Pressekonferenz, dass er immer noch der Meinung sei, dass es für Machado schwierig sei, Venezuela zu führen, da ihr die Unterstützung und der Respekt im Land fehlen.

Es handele sich dabei um eine «realistische Einschätzung», die darauf basiere, was Trump von seinen Beratern und seinem nationalen Sicherheitsteam gelesen und gehört habe. Zum jetzigen Zeitpunkt habe sich seine Meinung nicht geändert, sagte Leavitt. 

Ein geplantes Treffen zwischen Trump und Machado im Weißen Haus, das planmäßig am Donnerstagmittag (Ortszeit) beginnen sollte, war zum Zeitpunkt der Pressekonferenz von Leavitt noch nicht abgeschlossen. „Der Präsident freut sich darauf, mit Machado über die Realität in Venezuela und die aktuellen Ereignisse zu sprechen“, sagte Leavitt lediglich über die Themen des Treffens.

Machado nach Treffen: Können auf Trump zählen

Machado betrat das Gelände des Weißen Hauses zu Fuß durch einen Seiteneingang, wie auf Videos in lateinamerikanischen Medien zu sehen war. Als sie das Weiße Haus verließ, begrüßte sie eine Gruppe von Anhängern, die sich vor dem Regierungssitz versammelt hatten. «Seid versichert, dass wir für die Freiheit Venezuelas auf Präsident Trump zählen können», sagte sie.

Nach dem Treffen gab es zunächst keine unmittelbare Reaktion von Trump. Es wurde zuvor spekuliert, ob die Friedensnobelpreisträgerin Machado Trump möglicherweise bei dem Treffen ihren Nobelpreis überreichen wolle.

Das Nobelinstitut in Oslo hatte allerdings schon in der vergangenen Woche darauf verwiesen, dass ein Nobelpreis «weder widerrufen, geteilt noch auf andere übertragen werden» kann. «Sobald die Bekanntgabe erfolgt ist, ist die Entscheidung endgültig», hieß es in einer Mitteilung, die das Institut auf seiner Website veröffentlichte. Zuvor hatte Machado in einem Interview des US-Senders Fox News ein entsprechendes Vorhaben angedeutet.

Anfang des Monats hatten die US-Streitkräfte bei einem militärischen Einsatz in Venezuela den autoritären Staatschef Nicolás Maduro und seine Ehefrau gefangen genommen und außer Landes gebracht. Daraufhin äußerte sich Trump skeptisch über die Eignung der Oppositionsführerin als dessen Nachfolgerin. Aus seiner Sicht genieße sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land, sagte er.

dpa