Bei einer Tagung mit dem Bundespräsidenten in Berlin kam es zu einem tragischen Zwischenfall. Ein Politiker wurde tot auf der Toilette aufgefunden.
Todesdrama in Berlin: Politiker bricht zusammen und stirbt

Dramatischer Zwischenfall in Berlin am heutigen Mittwoch (09.11.2022). Während einer Veranstaltung mit dem Bundespräsidenten ist ein teilnehmender Politiker gestorben. Der plötzliche Tod des Bundes- und Europapolitikers ist ein Schock für die weiteren Teilnehmer der Veranstaltung.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gab die Todesmeldung während der Tagung bekannt. Laut Informationen der Bild-Zeitung war der Politiker gegen 12 Uhr auf der Toilette zusammengebrochen. Josef Schuster (68), Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und von Beruf Arzt, versuchte noch den Politiker zu reanimieren. Leider ohne Erfolg.
Bundespräsident Walter Steinmeier sagte zu den Teilnehmern der Tagung: „Wir hatten einen Notarzteinsatz, danke auch Herrn Schuster, dass er bei den Reanimierungsversuchen geholfen hat. Sie haben am Ende bedauerlicherweise nicht zum Erfolg geführt. Ich bitte Sie, sich zu einer Schweigeminute zu erheben.“
Werner Schulz ist tot: DDR-Bürgerrechtler und Grünen-Politiker im Alter von 72 Jahren gestorben
Der frühere DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz ist tot. Er starb am Mittwoch während einer Veranstaltung im Berliner Schloss Bellevue. Das gab Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Angaben von Teilnehmern der Tagung bekannt. Schulz wurde 72 Jahre alt. Das Bundespräsidialamt beendete die Veranstaltung zum 9. November vorzeitig und begründete dies mit einem Todesfall im Kreis der Teilnehmer. Es wollte umgehend die Angehörigen informieren.
Todesursache von Politiker Werner Schulz noch unklar
Nach dpa-Informationen brach Schulz am Rande der Tagung zusammen. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, der Arzt ist, versuchte demnach noch, den Grünen-Politiker zu reanimieren. Dies gelang jedoch nicht. Es war aufgefallen, dass Schuster unmittelbar vor seiner vorgesehenen Rede den großen Saal im Schloss Bellevue verließ – wegen eines «Notfalls», wie die Moderatorin der Tagung sagte. Zur Todesursache von Werner Schulz wurden noch keine Details bekannt gegeben.
Gründungsmitglied des Neuen Forums
Schulz wurde am 22. Januar 1950 in Zwickau geboren. Er absolvierte ein Studium der Lebensmittelchemie und -technologie an der Humboldt-Universität Berlin. Seit 1968 war er in verschiedenen Oppositionsgruppen der DDR aktiv. 1989 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Neuen Forums, das er am Runden Tisch vertrat. 1990 wurde Schulz Mitglied die ersten frei gewählten Volkskammer der DDR. Vom Oktober 1990 bis Oktober 2005 gehörte er für Bündnis 90/Die Grünen dem Bundestag an, von 2009 bis 2014 dem Europaparlament.
Für seinen Einsatz für die Demokratie und für die Opposition in Russland wurde Schulz erst im vergangenen Juni mit dem Deutschen Nationalpreis geehrt. Der Bundespräsident und sein Vorgänger Joachim Gauck würdigten ihn als meinungsstarken Streiter für demokratische Werte. «Unsere Zeit, geprägt von zum Teil hasserfüllten, falten-leugnenden Debatten und einer bemerkenswerten Anzahl von Wutbürgern, die die liberale Demokratie ablehnen, braucht derartige Vorbilder», sagte Gauck seinerzeit.









