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Wie kann Nordrhein-Westfalen Städte sicherer aus der Perspektive von Frauen gestalten?

Die SPD in Nordrhein-Westfalen fordert ein Sicherheitsprogramm aus Frauenperspektive, um das Sicherheitsgefühl in öffentlichen Räumen zu verbessern. Geplante Maßnahmen wie Safety Walks und Anleihen bei erfolgreichen Städten sollen Frauen helfen, sich sicherer zu fühlen.

In Nordrhein-Westfalen hat die SPD den dringenden Bedarf nach einem umfassenden Sicherheitsprogramm für Frauen geäußert. Dieser Appell kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Frauen, besonders nachts, in öffentlichen Räumen ein starkes Gefühl der Unsicherheit empfinden. Lisa Kapteinat, Vizevorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, unterstreicht die Bedeutung, Frauen aktiv an der Gestaltung des öffentlichen Raums zu beteiligen, da sie aus eigener Erfahrung wissen, welche Orte und Umstände Angst hervorrufen können.

Eine im Auftrag des Bundeskriminalamts durchgeführte Umfrage zeigt erschreckende Ergebnisse: Nur rund 20 Prozent der Frauen fühlen sich nachts auf Straßen, Wegen oder Plätzen sicher. Im Vergleich dazu geben 50 Prozent der Männer an, in ähnlichen Situationen keine Ängste zu empfinden. Diese Kluft zeigt sich ebenfalls in anderen Bereichen, einschließlich Bahnhöfen, öffentlichem Nahverkehr und Parks, wo das Sicherheitsgefühl der Männer um mehr als 20 Prozentpunkte über dem der Frauen liegt.

Kapteinat weist darauf hin, dass diese Unsicherheiten nicht nur das persönliche Wohl der Frauen beeinträchtigen, sondern auch ihre Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe einschränken. Tagsüber hingegen haben beide Geschlechter ein vergleichbares Sicherheitsgefühl, was darauf schließen lässt, dass die Ängste vor allem in der Nacht am stärksten ausgeprägt sind.

Schutzräume und Sicherheitsmaßnahmen

Die Studie offenbart, dass lediglich 61 Prozent der Frauen in ihrer eigenen Wohngegend nachts ein Sicherheitsgefühl empfinden, während dieser Wert bei den Männern etwa 80 Prozent beträgt. Kapteinat bezeichnet diese Differenz als alarmierend, da das eigene Zuhause gewöhnlich als sicherer Rückzugsort betrachtet wird. Tagsüber hingegen sind die Sicherheitsgefühle in den Wohngebieten bei beiden Geschlechtern nahezu identisch und liegen bei etwa 97 Prozent.

Die SPD hat sich das Ziel gesetzt, dass Frauen in Nordrhein-Westfalen jederzeit, sowohl tagsüber als auch nachts, ein Gefühl der Sicherheit haben. Um dieses Ziel zu erreichen, plant die Partei eine Reihe von Maßnahmen.

Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit

  • Durchführung von Safety Walks, bei denen Frauen zusammen mit der Polizei, Kommunen und Stadtplanern unsichere Orte erkennen und Vorschläge zur Verbesserung erarbeiten.
  • Orientierung an schwedischen Städten, die gezielt unter dem Gesichtspunkt von Frauen und Familien planen, sowie an Wien, wo gute Beleuchtung, sichere Wege und übersichtliche öffentliche Räume gefördert werden.
  • Das Land Nordrhein-Westfalen sollte die Beseitigung von unsicheren Orten als Pflichtaufgabe betrachten, um auch finanziell schwächeren Kommunen die Umsetzung entsprechender Maßnahmen zu ermöglichen. Dabei wird eine finanzielle Unterstützung durch das Land angestrebt.

Mit diesen Initiativen soll das Sicherheitsgefühl von Frauen im öffentlichen Raum gestärkt und ihre gesellschaftliche Teilhabe gefördert werden.


Quellen: n-tv, tagesschau

Bildquelle: Thomas Wolf, www.foto-tw.de via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 de)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS