Heute wird in Alberta, einer ölreichen Provinz im Westen Kanadas, über ein potenzielles Referendum zur Unabhängigkeit abgestimmt. Diese Bewegungen haben in den vergangenen Jahren an Zugkraft gewonnen und genießen unter anderem die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump.
“Wie steht es um Albertas Bestrebungen zur Unabhängigkeit von Kanada?”

Heute wird in Alberta, einer ölreichen Provinz im Westen Kanadas, über ein potenzielles Referendum zur Unabhängigkeit abgestimmt. Diese Bewegungen haben in den vergangenen Jahren an Zugkraft gewonnen und genießen unter anderem die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump.
Inmitten dieser Entwicklungen sieht sich Premierminister Mark Carney mit großen Herausforderungen konfrontiert. Seit mehr als einem Jahr steht er im Widerstand gegen die Zollpolitik Trumps und setzt sich für die wirtschaftlichen Interessen seines Landes ein. Trotz der breiten Unterstützung von Kanadiern, die unter den wirtschaftlichen Konsequenzen von Trumps Maßnahmen leiden, nehmen separatistische Bestrebungen in Alberta Fahrt auf.
Ein weiterer Aspekt ist die Situation in Québec, wo die separatistische Partei Parti Québécois kürzlich die Macht übernommen hat. Sie planen, ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum durchzuführen, sobald Trump nicht mehr im Amt ist. Diese dynamischen Entwicklungen verdeutlichen die wachsenden Spannungen innerhalb Kanadas.
Der Zollkonflikt zwischen Kanada und den USA hat sich verschärft, was Kanada gezwungen hat, Gegenzölle einzuführen. Dies hat die wirtschaftliche Lage des Landes weiter belastet. Im Gegensatz zu den traditionell starken separatistischen Bewegungen in Québec ist die Separatistenbewegung in Alberta relativ neu. Alberta, einschließlich der Großstädte Calgary und Edmonton, gilt als wirtschaftlich prosperierend. Darrell Bricker, Leiter des Meinungsforschungsinstituts Ipsos in Toronto, hebt hervor, dass Alberta die am schnellsten wachsende Bevölkerung in Kanada hat und eine entscheidende Rolle im wirtschaftlichen Wachstum spielt.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die Umwelt- und Klimapolitik des ehemaligen Premierministers Justin Trudeau haben zur Stärkung dieser separatistischen Strömung beigetragen. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass etwa 25 % der Wähler bei der heutigen Abstimmung für ein Unabhängigkeitsreferendum votieren könnten.
Diese Zahl ist besonders bemerkenswert, da sowohl Carney als auch die konservative Regierungschefin von Alberta, Danielle Smith, eine Abspaltung ablehnen. Dennoch nutzt Smith die Volksabstimmung als Druckmittel, um von Carney mehr Unterstützung für Alberta zu fordern.
Carney hat sich in den letzten Wochen vehement gegen die separatistischen Tendenzen ausgesprochen. Er erinnert an die Lehren des Brexits und warnt vor einer “gefährlichen Illusion”. Viele Briten hätten nach dem Referendum Schwierigkeiten gehabt, die angestrebten Ergebnisse zu erreichen.
Die Separatistenbewegung hat zudem Unterstützung aus sozialen Medien gewonnen, unter anderem durch russische Einflussnahme und direkte Unterstützung von Trump sowie der MAGA-Bewegung. Führende Separatisten wurden mehrfach im Weißen Haus und im US-Außenministerium empfangen.
Um den separatistischen Bestrebungen entgegenzuwirken, hat Carney versprochen, eine neue Öl-Pipeline von Alberta an den Pazifik zu bauen, eine Hochgeschwindigkeitszugverbindung zwischen Calgary und Edmonton zu etablieren und Tausende neue Wohnungen zu errichten. Er weist darauf hin, dass solche Projekte nicht realisierbar sind, sollte Alberta von Kanada abspalten.
Obwohl das Ergebnis der heutigen Abstimmung rechtlich nicht bindend ist, muss Carney ernsthafte Bedenken über die zunehmenden Fliehkräfte in seinem Land haben.
Quellen: tagesschau, Süddeutsche Zeitung
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








