Fünf Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigt eine Umfrage, dass die AfD bei 41 Prozent stabil bleibt, während die CDU auf 24 Prozent zurückfällt. Die Unzufriedenheit mit der Landesregierung wächst, und eine Mehrheit lehnt Koalitionen mit der AfD ab.
Wie steht es um die Parteien in Sachsen-Anhalt vor der Wahl?

AfD führt Umfrage an, CDU verliert an Rückhalt
Fünf Wochen vor der entscheidenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigt eine neue Umfrage, dass die AfD, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird, stabil bei 41 Prozent bleibt. Dies entspricht dem Ergebnis der Befragung im Mai. Die repräsentative Umfrage wurde von Infratest dimap durchgeführt und bezieht sich auf die Meinungen von 1.149 wahlberechtigten Bürgern.
Im Vergleich zur letzten Erhebung hat die CDU zwei Punkte verloren und liegt nun bei 24 Prozent. Die Linke konnte einen Punkt gewinnen und kommt auf 13 Prozent. Die SPD bleibt unverändert bei 7 Prozent. Das Bündnis von Sahra Wagenknecht (BSW) bleibt mit 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde, während die Grünen um einen Punkt auf 5 Prozent zulegen. Die FDP wird aufgrund ihrer geringen Werte nicht gesondert ausgewiesen.
Vergleich zur Landtagswahl 2021
Im Vergleich zur Landtagswahl 2021 hat die AfD ihren Stimmenanteil von 20,8 Prozent mehr als verdoppelt und erreicht nun 41 Prozent. Die CDU hingegen hat über ein Drittel ihrer Wähler verloren; 2021 erhielt sie noch 37,1 Prozent der Stimmen.
Präferenzen für die Regierungsbildung
Wenn es um die Frage geht, welche Partei die Regierung nach der Wahl führen sollte, bevorzugen 44 Prozent der Befragten die AfD, während 43 Prozent die CDU unterstützen. Wähler anderer Parteien zeigen eine klare Neigung zu einer CDU-geführten Regierung. So sprechen sich 88 Prozent der SPD-Anhänger für diese Option aus, und auch 80 Prozent der Linken- und Grünen-Wähler wünschen sich eine CDU-Regierung.
Unzufriedenheit mit der Landesregierung
Die Zufriedenheit mit der Landesregierung hat merklich abgenommen. Nur noch 29 Prozent der Befragten sind mit der Regierungsarbeit zufrieden oder sehr zufrieden, was einem Rückgang um vier Prozentpunkte im Vergleich zur Umfrage im Mai entspricht. 66 Prozent äußern sich weniger oder gar nicht zufrieden, während der Anteil der vollständig Unzufriedenen auf 28 Prozent gestiegen ist. Unter den AfD-Anhängern sind 90 Prozent unzufrieden, während 25 Prozent der CDU-Anhänger ebenfalls Unzufriedenheit zeigen.
Zufriedenheit mit Politikern und Bekanntheit
Ulrich Siegmund, der Spitzenkandidat der AfD, hat seine Zufriedenheitswerte auf 35 Prozent gesteigert, was einen Anstieg um 15 Punkte seit der Umfrage im September 2025 bedeutet. Sven Schulze, der Spitzenkandidat der CDU, verbessert sich ebenfalls auf 29 Prozent, was einem Zuwachs von 9 Punkten entspricht. In Sachen Bekanntheit führt Schulze mit 65 Prozent, gefolgt von Siegmund mit 63 Prozent.
Koalitionsoptionen und Wählermeinungen
Eine deutliche Mehrheit von 60 Prozent der Wahlberechtigten spricht sich gegen eine Koalition zwischen CDU und AfD aus, während nur 33 Prozent dafür sind. Auch ein Bündnis zwischen CDU und Linken findet keine Mehrheit, 61 Prozent sind dagegen. Unter den Anhängern der CDU lehnen 82 Prozent eine Zusammenarbeit mit der AfD ab; 41 Prozent befürworten hingegen eine Koalition mit der Linkspartei.
Umfragemethodik
Die Umfrage wurde zwischen dem 23. und 28. Juli 2026 von Infratest dimap im Auftrag mehrerer Medien durchgeführt. Bei der Befragung wurden 1.149 wahlberechtigte Personen einbezogen, davon 674 telefonisch und 475 online. Die Schwankungsbreite beträgt plus/minus 2 Punkte bei 10 Prozent und plus/minus 3 Punkte bei 50 Prozent.
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Quellen: MDR, Die Zeit
Bildquelle: Bildquelle: Marek Studzinski auf Unsplash








