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Wie wirken sich Strompreise auf Neukunden im Vergleich zu Bestandskunden aus?

Neukunden müssen aktuell höhere Strompreise zahlen als Bestandskunden. Eine Analyse zeigt, dass die Preise in den letzten Wochen aufgrund geopolitischer Spannungen erheblich gestiegen sind.

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Strom: Neukunden zahlen mehr als Bestandskunden
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Aktuelle Auswertungen zeigen, dass die Preise für Gas und Strom steigen. Die genauen Beträge werden von verschiedenen Vergleichsportalen veröffentlicht.

Im Kontext des Konflikts im Iran sind die Strompreise für Neukunden erheblich angestiegen. Laut einer Analyse des Verbraucherportals „Finanztip“ zahlen Verbraucher beim Abschluss eines neuen Tarifs derzeit im Durchschnitt 31,68 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für Tarife mit einer Preisgarantie von zwölf Monaten. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zu Bestandskunden, die im Schnitt 31,24 Cent/kWh zahlen. In den letzten drei Wochen ist der Preis um über fünf Prozent oder 1,58 Cent/kWh gestiegen. Das Vergleichsportal „Verivox“ berichtet von einem etwas niedrigeren Preis von 27,9 Cent/kWh und einem Anstieg von 2,5 Cent/kWh in den letzten Wochen. Auch das Preisvergleichsportal stromauskunft.de verzeichnet einen Anstieg des Strompreises um fast 11 Prozent seit der Eskalation im Nahen Osten.

Folgen des Krieges auf die Energiepreise

Seit dem Beginn des Konflikts im Nahen Osten sind die Preise für Öl und Gas stark gestiegen. Im vergangenen Jahr wurde in Deutschland 16 Prozent des Stroms mit Gaskraftwerken erzeugt, was bedeutet, dass der Strompreis stark vom Gaspreis abhängt.

Der Anstieg bei Neuverträgen für Gas ist sogar noch ausgeprägter als beim Strom: Der Preis für Neuabschlüsse mit einer Preisgarantie von zwölf Monaten ist laut „Finanztip“ in den letzten drei Wochen um mehr als zwölf Prozent auf aktuell durchschnittlich 10,47 Cent/kWh gestiegen. Verivox meldet zur gleichen Zeit einen Neukundenpreis von 9,86 Cent/kWh.

Preisentwicklung und Marktprognosen

„Finanztip“ verweist auf den Preis am niederländischen Handelsplatz TTF, der als Referenzindex für den europäischen Gaspreis dient. Der Preis stieg von rund 30 Euro pro Megawattstunde Ende Februar auf etwa 50 Euro bis zum 17. März. Sollte das Preisniveau für Erdgas an der Börse langfristig so hoch bleiben, könnten die Tarife für Neukunden noch teurer werden. „Sollten die Börsenpreise weiter steigen, wird dies auch die Gaspreise für Haushalte beeinflussen“, erklärte Weigl.

Am Donnerstagmorgen kam es im Zuge iranischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur in den Golfstaaten zu weiteren Preissteigerungen beim TTF: Der Preis stieg um über 21 Prozent auf mehr als 66 Euro pro Megawattstunde. Zeitweise lag der Anstieg sogar bei 35 Prozent.

Rechte der Verbraucher

  • Stromanbieter hebt Preise drastisch an: Verbraucher sollten sich über ihre Rechte informieren, insbesondere hinsichtlich Widerspruch oder Kündigung.
  • Ärger mit dem Stromanbieter: Bei Problemen mit dem Anbieter gibt es Möglichkeiten, kostenlos zu seinem Recht zu kommen.

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TS