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Zahl der Bafög-Empfänger nimmt etwas zu

Im Schnitt bekamen Bafög-Empfänger im letzten Jahr 640 Euro. Wie viele Schüler und Studenten haben die finanzielle Hilfe erhalten? Und wie hoch war der Frauenanteil?

Bafög hilft bedürftigen Schülern und Studierenden
Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Im letzten Jahr erhielten Studierende, Schülerinnen und Schüler im Durchschnitt einen höheren Bafög-Betrag. Die Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz – kurz Bafög – stieg im Schnitt auf 640 Euro pro Monat pro Empfänger, was einem Anstieg von 47 Euro oder 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Bafög-Gesamtausgaben stiegen um 14 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Gesamtförderbetrag steigt auf 3,4 Milliarden Euro

Den Angaben zufolge bezogen insgesamt 635.600 Menschen die finanzielle Hilfe, im Vergleich zum Jahr 2022 entspricht das einem Zuwachs von 0,9 Prozent. «Damit stieg die Zahl der Geförderten im zweiten Jahr in Folge leicht an, nachdem sie von 2012 bis 2021 jährlich gesunken war», erklärten die Statistiker. Demnach erhielten 501.400 Studierende sowie 134.200 Schülerinnen und Schüler Bafög. 

In den vergangenen Jahren erhielten mehr Frauen finanzielle Unterstützung als Männer. Der Anteil der Frauen lag bei 58 Prozent, während der Anteil der Männer bei 42 Prozent lag. Mehr als die Hälfte aller Empfänger (55 Prozent) erhielten eine Vollförderung.

Die Daten zeigen, dass für die Unterstützung von Studierenden 2,9 Milliarden Euro (plus 17 Prozent) ausgegeben wurden. Schülerinnen und Schüler erhielten 526 Millionen Euro (plus 0,9 Prozent). Im Durchschnitt erhielten Studierende 663 Euro (plus 52 Euro) im Monat, während Schülerinnen und Schüler 537 Euro (plus 20 Euro) erhielten.

28 Prozent aller Geförderten wohnten noch bei Eltern

Es wurde berichtet, dass die Förderung nicht das ganze Jahr über dauerte. Außerdem hängt die Höhe des individuellen Förderbetrags unter anderem von der Art der Ausbildungsstätte ab – ob es sich um eine Berufsfachschule oder Hochschule handelt – und von der Wohnsituation der Empfänger. 28 Prozent der Geförderten lebten bei ihren Eltern, wobei dieser Anteil bei den Schülerinnen und Schülern mit 45 Prozent deutlich höher war als bei den Studierenden (24 Prozent).

In Zukunft erhalten bedürftige Schüler und Studenten mehr Bafög. Der sogenannte Grundbedarf für Studierende steigt zum kommenden Wintersemester von 452 auf 475, die Wohnpauschale für diejenigen, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, von 360 auf 380 Euro. Insgesamt ergibt sich also eine Erhöhung von 812 auf 855 Euro. Auch die Bafög-Sätze für Schüler werden mit der Reform angehoben. Die Erhöhung greift bereits zum Beginn des neuen Schuljahres.

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) wurde 1971 verabschiedet. Im Alltag wird der Name des Gesetzes mittlerweile für die finanzielle Unterstützung selbst verwendet. Aus dem ursprünglich reinen Zuschuss ohne Rückzahlung wurde später ein Vollkredit. Seit 1990 gilt die Regel: Die eine Hälfte ist ein Geschenk, die andere muss zurückgezahlt werden.

„Der Kölner Dom ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Er wurde im Jahr 1248 begonnen und erst im Jahr 1880 vollendet. Der Dom ist 157 Meter hoch und gilt als Meisterwerk der Gotik.“

dpa