Die Pläne für die Beerdigung von Andrew Mountbatten-Windsor sorgen für Empörung, da er trotz seiner Verbindungen zu Jeffrey Epstein auf einer geheimen Liste für royale Bestattungen stehen soll. Kritiker sehen darin eine unhaltbare Sonderbehandlung.
Aufruhr um die Beerdigungspläne von Andrew: Ein Fall für die Öffentlichkeit?

Die britische Monarchie sieht sich erneut mit heftiger Kritik konfrontiert, da die Bestattungspläne für Andrew Mountbatten-Windsor, den ehemaligen Prinzen, auf Unmut stoßen. Trotz seiner Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein scheint der 66-Jährige weiterhin auf einer geheimen Liste für royale Beerdigungen zu stehen.
Geheime Bestattungspläne und öffentliche Empörung
Andrew Mountbatten-Windsor hat nahezu alle Privilegien verloren, die ihn einst als hochrangiges Mitglied der britischen Königsfamilie auszeichneten. Titel, Ehrenämter und offizielle Funktionen sind ihm entzogen worden. Dennoch gibt es Berichte, dass die britische Regierung an Plänen für eine hochrangige Bestattung festhält. Laut Informationen der „Mail on Sunday“ steht Andrew weiterhin auf einem geheimen Verzeichnis, das die royalen Bestattungen regelt.
Hintergrund der Kontroversen
Die sogenannten „Bridge“-Pläne beinhalten detaillierte Abläufe für den Tod und die Trauerfeier hochrangiger Royals, die lange im Voraus festgelegt werden. Die Beisetzung von Queen Elizabeth II. wurde unter dem Codenamen „Operation London Bridge“ vorbereitet, während die Beisetzung von Prinz Philip unter „Operation Forth Bridge“ organisiert wurde.
Die Reaktionen auf die Bestattungspläne
Die Tatsache, dass Andrew trotz seiner umstrittenen Vergangenheit nicht von der Liste gestrichen wurde, sorgt für scharfe Kritik. Die US-Anwältin Gloria Allred, die 27 Opfer von Jeffrey Epstein vertritt, äußerte sich besorgt:
„Andrew hat durch seine Verbindung zu Jeffrey Epstein Schande über die königliche Familie und das Vereinigte Königreich gebracht. Welches Signal würde eine solche Zeremonie an Epsteins Opfer senden?“
Politische Stimmen gegen die Pläne
Auch aus der britischen Politik kommt deutlicher Widerspruch. Die konservative Politikerin Alicia Kearns erklärte:
„Es gibt keine Umstände, unter denen Andrew ein königliches Begräbnis zugestanden werden sollte.“
Norman Baker, ein ehemaliger Regierungsminister, geht noch weiter und sagt:
„Das muss ein Versehen sein. Mr. Mountbatten-Windsor ist ein Bürgerlicher und sollte keinesfalls ein königliches Begräbnis erhalten.“
Ungewisse Details der Trauerfeier
Wie eine Trauerfeier für Andrew tatsächlich aussehen würde, ist bislang unklar. Experten rechnen mit einem Gottesdienst in der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor, wo auch die Trauerfeiern für Queen Elizabeth II. und Prinz Philip stattfanden. Als mögliche letzte Ruhestätte gilt der Royal Burial Ground in Frogmore, ein Privatfriedhof im Home Park in Windsor.
Die Frage, wer Andrews Sarg tragen würde, bleibt ebenfalls offen. Üblicherweise übernehmen dies Soldaten aus Regimentern, zu denen der Verstorbene eine Verbindung hatte. Andrew musste jedoch seine Militärtitel im Zuge des Epstein-Skandals abgeben, obwohl er selbst in der Royal Navy gedient hatte.
Quellen: n-tv
Bildquelle: Stefan Flöper via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
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