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Blues-Legende John Hammond mit 83 Jahren gestorben

Die Blues-Welt trauert um einen ihrer prägenden Musiker: Der Grammy-prämierte Sänger und Gitarrist John Hammond ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Über sechs Jahrzehnte widmete er sich dem Delta Blues und hinterließ mehr als 30 Alben.

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Foto: Von Louis Ramirez - https://flickr.com/photos/91447/139791623/, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8263671

Tod nach Herzstillstand bestätigt

Der US-amerikanische Blues-Sänger und Gitarrist John Hammond ist am 28. Februar im Alter von 83 Jahren gestorben. Sein Tod wurde von seinem langjährigen Weggefährten Paul James bestätigt, der sich auf eine Mitteilung von Hammonds Ehefrau Marla bezog. Nach Informationen des kanadischen „Billboard“ starb Hammond an einem Herzstillstand.

Paul James würdigte ihn als „Giganten der Blues-Welt“ und sprach von einem großen persönlichen Verlust. Über Jahrzehnte hinweg standen beide gemeinsam auf der Bühne, unter anderem in Toronto, London, Montreal und Edmonton.

Sohn einer Produzenten-Legende

John Hammond, auch bekannt als John P. Hammond oder John Hammond Jr., war der Sohn des legendären Produzenten und Talent-Scouts John Henry Hammond. Der Vater hatte zahlreiche Musikgrößen gefördert und galt als prägende Figur der amerikanischen Musikindustrie.

Der jüngere Hammond begann bereits während seiner Schulzeit Gitarre zu spielen. Nach einem Jahr am Antioch College in Ohio brach er sein Studium ab, um sich vollständig der Musik zu widmen.

Durchbruch in den 1960er-Jahren

1963 unterschrieb Hammond bei Vanguard Records. Sein selbstbetiteltes Debütalbum enthielt Songs von Blues-Größen wie Muddy Waters, Lightnin‘ Hopkins und Robert Johnson sowie eine Coverversion von Chuck Berrys „Maybellene“.

Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte Hammond mehr als 30 Alben. 1985 gewann er einen Grammy für seine Performance auf dem Album „Blues Explosion“, das 1982 beim Montreux Jazz Festival aufgenommen worden war.

Mehrfach für Grammy nominiert

Neben seinem Grammy-Erfolg erhielt Hammond zahlreiche weitere Nominierungen. Sein Album „Rough & Tough“ aus dem Jahr 2009 wurde in der Kategorie „Best Traditional Blues Album“ nominiert. Weitere Grammy-Nominierungen folgten unter anderem für „You Can’t Judge a Book by the Cover“ (1993), „Trouble No More“ (1994), „Found True Love“ (1996), „Long As I Have You“ (1998) und „In Your Arms Again“ (1995).

2011 wurde er in die Blues Hall of Fame der Blues Foundation aufgenommen.

Würdigungen von Weggefährten

Auch George Thorogood erinnerte an Hammond und bezeichnete ihn als Ikone und Vorbild über mehr als 50 Jahre. Hammond habe Generationen von Musikern beeinflusst und den Delta Blues mit Leidenschaft und Authentizität vertreten.

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TS
Quellen: rollingstone.de