Jochen Bachfeld, der legendäre DDR-Boxer und Olympiasieger von 1976, ist im Alter von 73 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Sein beeindruckender Sieg in Montreal bleibt unvergessen.
Der Verlust eines Boxsport-Helden: Jochen Bachfeld im Alter von 73 Jahren verstorben

Ein bedeutender Name im deutschen Boxsport ist von uns gegangen. Jochen Bachfeld, der Olympiasieger von 1976, verstarb am vergangenen Samstag im Alter von 73 Jahren nach einer kurzen, schweren Krankheit. Dies gab der Boxclub Traktor Schwerin bekannt.
Olympisches Gold in Montreal 1976
Sein größter Erfolg fand 1976 bei den Olympischen Sommerspielen in Montreal statt, wo der damals 24-jährige Boxer im Weltergewicht (63,5 bis 67 kg) überraschend die Goldmedaille gewann. Im Finale setzte er sich gegen den Venezolaner Pedro Gamarro durch.
Bachfelds Weg zum Olympiasieg
Auf dem Weg zu seinem Olympiasieg besiegte Bachfeld mehrere hochkarätige Gegner und sicherte sich im Finale den Sieg nach Punkten. Mit diesem Triumph holte er eine der prestigeträchtigsten Medaillen im olympischen Boxen für die DDR. Bachfeld war der erste Box-Olympiasieger aus Mecklenburg-Vorpommern und beendete seine aktive Karriere 1980 aufgrund von Verletzungen. Seine beeindruckende Bilanz umfasst 122 Kämpfe, von denen er 107 gewann.
Engagement im Sport nach der Karriere
Nach seinem Rücktritt blieb Bachfeld dem Sport treu und engagierte sich aktiv bei verschiedenen Veranstaltungen sowie Treffen ehemaliger Athleten. Sein Tod stellt einen großen Verlust für den Schweriner Boxsport dar, da er eine prägende Figur der DDR-Amateurboxszene war.
Vielfältige berufliche Laufbahn
Abseits des Boxsports absolvierte Bachfeld ein Fernstudium zum Ökonom für den Binnenhandel und eine Ausbildung zum Handelskaufmann. Zudem studierte er Sportwissenschaften an der HSG DHfK Leipzig und arbeitete anschließend als Sportlehrer und Erziehungstherapeut.
Frühe Anfänge im Boxsport
Jochen Bachfeld wurde am 17. Dezember 1952 in Sülte bei Schwerin geboren. Seine sportliche Laufbahn begann er im Judo bei der SG Dynamo Schwerin, bevor er 1962 zum Boxsport wechselte. Vier Jahre später trat er dem SC Traktor Schwerin bei, wo er unter den Trainern Bruno Guse und Paul Nickel zu einem Weltklasseboxer heranreifte.
Internationale Erfolge und Olympische Spiele
Bachfeld machte bereits als Nachwuchssportler auf sich aufmerksam und gewann 1970 bei der Junioren-Europameisterschaft in Miskolc (Ungarn) die Silbermedaille. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München erreichte er den neunten Platz im Federgewicht, nachdem er im Achtelfinale gegen Gabriel Pometcu ausschied.
Sein Karrierehöhepunkt kam dann vier Jahre später mit dem Gewinn der Olympiamedaille in Montreal. Nun ist Jochen Bachfeld im Alter von 73 Jahren verstorben.
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