Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte: Ein ehemaliger Chefarzt aus Schleswig-Holstein ist heute traditioneller König in Westafrika. Der Mediziner aus Rendsburg wurde in Niger zum Oberhaupt einer Volksgruppe ernannt – mit weitreichenden Aufgaben und großer Verantwortung.
Deutscher Arzt wird zum König gewählt

Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte verbindet Schleswig-Holstein mit Westafrika: Dr. Issifi Djibey, einst Chefarzt in Rendsburg, ist heute traditioneller König in Niger. Sein Weg vom deutschen Klinikalltag zur afrikanischen Königswürde ist einzigartig.
Der Mediziner Issifi Djibey war viele Jahre als Chefarzt in Rendsburg tätig. Parallel zu seiner medizinischen Karriere engagierte er sich intensiv in seinem Herkunftsland Niger, insbesondere im Bereich Gesundheitsversorgung und Entwicklungshilfe.
Langjähriges Engagement in Westafrika
Durch zahlreiche Projekte, medizinische Einsätze und soziale Initiativen baute Djibey über Jahre hinweg enge Beziehungen zu lokalen Gemeinschaften auf. Sein Einsatz für Krankenhäuser, Präventionsprogramme und die medizinische Infrastruktur verschaffte ihm hohes Ansehen.
Schließlich wurde er von einer traditionellen Gemeinschaft in Niger zum König ernannt. In vielen Regionen des Landes haben solche traditionellen Autoritäten weiterhin eine bedeutende gesellschaftliche Rolle – sie vermitteln bei Konflikten, vertreten die Interessen ihrer Gemeinschaft und tragen Verantwortung für soziale Projekte.
Vermittler zwischen zwei Kulturen
Dr. Issifi Djibey sieht sich als Brückenbauer zwischen Deutschland und Afrika. Seine Erfahrungen aus dem deutschen Gesundheitswesen bringt er weiterhin in Projekte in Niger ein. Gleichzeitig repräsentiert er als traditioneller König seine Gemeinschaft bei offiziellen Anlässen.
Die Königswürde ist dabei kein politisches Staatsamt, sondern ein traditionelles Ehrenamt mit kultureller und sozialer Bedeutung. Dennoch genießt Djibey in der Region großes Vertrauen und Einfluss.
Ungewöhnlicher Lebensweg
Vom Chefarzt in Norddeutschland zum traditionellen Oberhaupt in Westafrika – der Werdegang von Dr. Issifi Djibey zeigt, wie stark persönliches Engagement und internationale Verbundenheit Lebenswege prägen können.








