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Dieser strenge Dresscode gilt beim Staatsbegräbnis für die Queen

Beim Staatsbegräbnis für Queen Elizabeth II. gilt ein strenger Dresscode für die königliche Familie und andere Teilnehmer. Zum ersten Mal in der Geschichte sind allerdings Hosenanzüge für die Damen erlaubt.

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte halten sich an den Dresscode beim Staatsbegräbnis für die Queen.
Foto: IMAGO/i Images

Das Staatsbegräbnis von Queen Elizabeth II. (1926-2022) ist die erste Beerdigung eines britischen Monarchen seit 70 Jahren. Für diese Veranstaltung gilt seit jeher eine strenge Kleiderordnung. Wie aus den Einladungen zum aktuellen Anlass hervorgeht, scheint es hier allerdings eine Neuerung im Vergleich zu der Beerdigung von König Georg VI. (1895-1952) aus dem Jahr 1952 zu geben.

Vollschleier – ja oder nein?

Traditionell tragen alle anwesenden königlichen Damen schwarze Kleider und Strumpfhosen. Pflicht ist außerdem ein Hut oder dezenter Fascinator. Die Herren tragen schwarze Anzüge.

Ob die engsten weiblichen Familienmitglieder der Queen einen traditionellen Vollschleier tragen werden, ist eine der großen Outfit-Fragen. Diese Kopfbedeckung war jahrzehntelang ein fester Bestandteil königlicher Beerdigungen, und Queen Elizabeth II., Prinzessin Margaret (1930-2002), die Königinmutter (1900-2002) und Königin Mary (1867-1953) trugen sie alle bei der Beerdigung von König George VI. Als die Königinmutter im Jahr 2002 starb, wurden bei ihrer Beerdigung jedoch keine Schleier getragen, weil es kein Staatsbegräbnis war.

Prinzessin Kate (40) und Königsgemahlin Camilla (75) sollen ihre Kleider für das Staatsbegräbnis der Queen bereits seit Monaten, womöglich sogar seit Jahren, in ihren Schränken hängen haben. Wie es bei „The Business of Fashion“ weiter heißt, könnten sich sowohl Kate als auch Herzogin Meghan (41) für ein bereits getragenes Outfit entscheiden.

Eine Ausnahme beim Dresscode könnte es für Prinzessin Anne (72) geben. Sie wird bei der Beerdigung wohl ihre Militäruniform tragen. Dagegen müssen Prinz Andrew (62) und Prinz Harry (38) bei offiziellen Anlässen auf ihre Militäruniformen verzichten, seit sie keine Working Royals mehr sind.

Neue Details über die Kleiderordnung – und die Sicherheitsfrage

Britische Medien, darunter „Royal Central“, berichten zudem über eine Neuerung in Bezug auf den Dresscode. So wird angenommen, dass trotz der komplexen Anweisungen zum ersten Mal auch schwarze Hosenanzüge für weibliche Gäste eine Option sei. Mehr noch, Frauen können demnach nicht nur Hosenanzüge tragen, sondern auch Tageskleidung mit Hut.

Den Männern wird empfohlen, Trauer- und Gesellschaftsanzüge zu tragen. Außerdem können sie ihre Orden anlegen. Angehörige der Streitkräfte müssen die volle Festtagskleidung mit Trauerflor tragen, dürfen aber ihre Schwerter nicht mitbringen.

Auch die Sicherheit spielt eine große Rolle. So sollen die Gäste kein übermäßiges Gepäck und keine Kameras mitbringen, nur Handtaschen und Regenzubehör sind laut der Einladung erlaubt. Alle Besucher des Staatsbegräbnisses müssen zudem vor dem Einlass in die Westminster Abbey eine flughafenähnliche Sicherheitskontrolle passieren und zwei Ausweispapiere sowie einen Adressnachweis vorlegen.

Mehr als 2.000 Trauergäste

An der Zeremonie am Montag (19.9.) in der Westminster Abbey nehmen über 2.000 Gäste teil, darunter eine lange Liste ausländischer Royals, Politiker und anderer Würdenträger sowie zahlreiche Mitglieder der erweiterten königlichen Familie. Anschließend wird die Königin in der St.-Georges-Kapelle auf Schloss Windsor beigesetzt.

Queen Elizabeth II. war am 8. September auf ihrem schottischen Anwesen Balmoral gestorben.

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