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Ex-Kaplan der Queen äußert Vorwurf gegen König Charles: Religiöse Prinzipien in Gefahr

König Charles III. steht wegen der Anpassung seines Titels in der Kritik. Der frühere Kaplan der Queen, Gavin Ashenden, bezeichnet die Änderung als Verrat am christlichen Glauben und warnt vor den Folgen für die Rolle des Monarchen in einer multireligiösen Gesellschaft.

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Neuer Titel für Royal: Ex-Kaplan der Queen wirft König Charles Verrat vor
HM Government via Wikimedia Commons (OGL 3)

Änderung des Titels sorgt für Empörung

Die Anpassung eines traditionellen Titels durch König Charles III. hat zu massiver Kritik geführt. Im aktuellen Rechenschaftsbericht des britischen Königshauses wurde die Bezeichnung „Defender of the Faith“ (Verteidiger des Glaubens) geändert. Die neue Formulierung beschreibt ihn nun als „Protector of the space for faith within the multifaith nation“, was als „Beschützer des Raums für den Glauben in einer multireligiösen Nation“ interpretiert werden kann.

In seiner Rolle als das weltliche Oberhaupt der anglikanischen Kirche, auch bekannt als „Supreme Governor of the Church of England“ (Oberster Gouverneur der Kirche von England), sieht sich der Monarch mit heftiger Kritik konfrontiert. Der ehemalige Kaplan und Vertraute von Königin Elizabeth II., Gavin Ashenden, hat die Änderung als Abkehr vom Glauben des Monarchen selbst und seiner Untertanen bezeichnet.

Starke Worte des ehemaligen Kaplans

In einem aktuellen Artikel auf der Plattform Substack wird Ashenden zitiert, der die Änderung als einen Verrat an den christlichen Werten sowohl des Königs als auch der britischen Bevölkerung bezeichnet. Er argumentiert, dass die neue Formulierung eine signifikante Abkehr von der historischen Rolle des Monarchen darstellt und die Autorität Christi infrage stellt. Zudem beschreibt er den Gedanken an gleichwertige Götter als gefährlich und als feindlich gegenüber dem Christentum.

Zusätzlich äußerte sich das Christian Institute, eine Organisation, die das Christentum in Großbritannien fördert. Ciarán Kelly, der Direktor, betont, dass das Christentum die Grundlage für die Gesetze und die Kultur des Landes bildet. Er kritisierte die neue Formulierung als einen Versuch, den Eindruck zu erwecken, dass das Christentum lediglich eine von mehreren Religionen sei, was seiner Meinung nach nicht der Realität entspricht.

Der Kontext und die Rolle des Monarchen

König Charles III. hat in der Vergangenheit betont, dass er als Verteidiger des Glaubens in einem allgemeinen Rahmen agieren möchte, und nicht nur für die anglikanische Kirche. Bei seiner Krönung entschied er sich allerdings, den traditionellen Titel zu verwenden, der erstmals 1521 von Papst Leo X. an König Heinrich VIII. verliehen wurde. Diese Entscheidung könnte als widersprüchlich zu seiner aktuellen Position angesehen werden.

Gavin Ashenden legte 2017 sein Amt als Kaplan nieder, um sich freier zu seinen Überzeugungen im Christentum äußern zu können. Kurz nach seinem Rücktritt verließ er die Anglikanische Kirche und trat der Christian Episcopal Church bei. 2019 wurde er in die katholische Kirche aufgenommen, was seine kritische Haltung gegenüber der Anglikanischen Kirche und deren Entwicklungen verdeutlicht.

Öffentliche Reaktionen und Diskussionen

Die Kontroversen um die Titeländerung und die Äußerungen von Ashenden und anderen Kritikern werfen Fragen zur Rolle des britischen Monarchen in einer zunehmend multireligiösen Gesellschaft auf. Die Diskussion über den Glauben und die Verantwortung des Königs als Oberhaupt der anglikanischen Kirche bleibt ein sensibles Thema in der britischen Öffentlichkeit.

Die Reaktionen auf diese Titeländerung und die damit verbundenen Äußerungen weisen darauf hin, dass die Debatte über die Rolle des Christentums in der britischen Gesellschaft nach wie vor von großer Bedeutung ist. Die unterschiedlichen Sichtweisen verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen der Monarch konfrontiert ist, während er versucht, Traditionen mit den Anforderungen einer multikulturellen Gesellschaft in Einklang zu bringen.


Quellen: t-online, Merkur

Bildquelle: HM Government via Wikimedia Commons (OGL 3)

TS