Trauer um die amerikanische Schauspielerin Barbara Barrie. Die Oscar-nominierte Darstellerin ist im Alter von 95 Jahren in New York gestorben. Nach einer unheilbaren Krebsdiagnose entschied sie sich für einen medizinisch assistierten Tod. Ihre Tochter Jane Harnick bestätigte die Nachricht. Bekannt wurde Barrie durch Filme wie „Breaking Away“ und erfolgreiche Fernsehserien wie „Barney Miller“ und „Susan“.
Hollywood trauert um Barbara Barrie: Schauspielerin stirbt mit 95 Jahren nach unheilbarer Krebsdiagnose

Barbara Barrie ist tot: Schauspielerin stirbt mit 95 Jahren
Die amerikanische Film- und Fernsehwelt trauert um Barbara Barrie. Die Schauspielerin, die über sieben Jahrzehnte vor der Kamera und auf der Theaterbühne stand, ist am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, im Alter von 95 Jahren gestorben. Sie starb in ihrem Zuhause im New Yorker Stadtteil Manhattan.
Ihre Tochter Jane Harnick bestätigte den Tod gegenüber der „New York Times“. Demnach hatte die Schauspielerin zuvor eine unheilbare Krebsdiagnose erhalten und sich für einen medizinisch assistierten Tod entschieden.
Auch ein Sprecher der Familie bestätigte, dass Barries Tod medizinisch begleitet wurde. Die Schauspielerin hatte sich bereits zu Lebzeiten für das Recht schwer kranker Menschen eingesetzt, unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen selbst über ihr Lebensende entscheiden zu können.
Die Nachricht löste große Aufmerksamkeit aus. Barbara Barrie gehörte zu den bekannten Charakterdarstellerinnen Hollywoods und hatte im Laufe ihrer Karriere in zahlreichen erfolgreichen Filmen, Fernsehserien und Theaterproduktionen mitgewirkt.
Oscar-nominated Barbara Barrie has died at the age of 95. She ended her life today through medical aid after a terminal cancer diagnosis. https://t.co/x4tdpYVTXC
— ClassicMovieDigest (@ClassicMovieDig) October 29, 2026
Besonders bekannt wurde sie durch ihre Rolle als Evelyn Stoller im Kinofilm „Breaking Away“ aus dem Jahr 1979. Für ihre Darstellung erhielt sie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Auch als Ehefrau des Polizisten Barney Miller in der gleichnamigen Fernsehserie und als Großmutter in der Sitcom „Susan“ blieb sie vielen Zuschauern in Erinnerung.
Nach schwerer Diagnose entschied sie sich für assistierten Suizid
Besonders bewegend sind die Umstände ihres Todes. Nach Angaben ihrer Familie hatte Barbara Barrie eine Krebsdiagnose erhalten, bei der keine Heilung mehr möglich war. Die Schauspielerin entschied sich daraufhin, ihr Leben mit medizinischer Unterstützung zu beenden.
Ihr Sprecher Gary Gersh bestätigte gegenüber amerikanischen Medien, dass der Tod entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Bundesstaates New York medizinisch begleitet worden sei. Barrie hatte die Möglichkeit eines solchen selbstbestimmten Lebensendes ausdrücklich unterstützt.
Weitere Einzelheiten zu ihrer letzten Erkrankung wurden zunächst nicht öffentlich bekannt gegeben. Auch die genaue Krebsart, die zu der unheilbaren Diagnose führte, wurde in den ersten Berichten nicht genannt.
Bereits viele Jahre zuvor hatte sich die Schauspielerin mit einer schweren Krebserkrankung auseinandersetzen müssen. Im Jahr 1994 wurde bei ihr Enddarmkrebs diagnostiziert. Nach der Behandlung sprach sie offen über die Erkrankung und ihre Erfahrungen.
Sie veröffentlichte später Bücher, in denen sie sich mit Krebs, den körperlichen Folgen einer Behandlung und den psychischen Herausforderungen für Betroffene beschäftigte. Damit wollte sie anderen Erkrankten Mut machen und dazu beitragen, bestehende Tabus abzubauen.
Im Jahr 2014 machte Barrie außerdem öffentlich, dass bei ihr eine idiopathische Lungenfibrose festgestellt worden war. Dabei handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der das Lungengewebe zunehmend vernarbt und die Atmung erschwert wird.
Ob zwischen dieser früheren Erkrankung und ihrer letzten Krebsdiagnose ein Zusammenhang bestand, ist nicht bekannt.
Oscar-Nominierung für „Breaking Away“ machte sie weltweit bekannt
Barbara Barrie wurde am 23. Mai 1931 als Barbara Ann Berman in Chicago geboren. Schon früh entwickelte sie eine Leidenschaft für die Schauspielerei und entschied sich für eine Karriere auf der Bühne.
Nach ihrer Ausbildung an der University of Texas zog sie nach New York, wo sie Mitte der 1950er-Jahre ihre ersten professionellen Theaterauftritte absolvierte. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sie sich zu einer gefragten Darstellerin, die sowohl dramatische als auch humorvolle Rollen überzeugend verkörperte.
Einen wichtigen Durchbruch feierte sie 1964 mit dem Film „One Potato, Two Potato“. Darin spielte sie eine geschiedene weiße Frau, die sich in einen schwarzen Mann verliebt. Das Drama behandelte damit ein gesellschaftlich hochumstrittenes Thema in einer Zeit, in der die rechtlichen und sozialen Bedingungen für gemischtrassige Ehen in den USA noch stark eingeschränkt waren.
Für ihre Leistung erhielt Barrie beim Filmfestival von Cannes die Auszeichnung als beste Schauspielerin.
Ihren größten internationalen Kinoerfolg erzielte sie 1979 mit „Breaking Away“. In dem Film von Regisseur Peter Yates verkörperte sie Evelyn Stoller, die Mutter eines jungen Mannes, der davon träumt, ein erfolgreicher Radrennfahrer zu werden.
An ihrer Seite spielten unter anderem Dennis Christopher, Dennis Quaid und Daniel Stern. Der Film wurde von Kritikern gelobt und erhielt mehrere Oscar-Nominierungen.
Auch Barbara Barrie wurde für einen Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert. Die Auszeichnung ging damals allerdings an Meryl Streep für ihre Rolle in „Kramer gegen Kramer“.
Millionen Fernsehzuschauer kannten sie aus „Barney Miller“ und „Susan“
Neben ihrer Kinokarriere war Barbara Barrie über viele Jahrzehnte regelmäßig im amerikanischen Fernsehen zu sehen. Bereits in den 1950er- und 1960er-Jahren trat sie in bekannten Produktionen wie „The Twilight Zone“, „The Alfred Hitchcock Hour“ und „Naked City“ auf.
Besonders populär wurde sie durch die Polizeisitcom „Barney Miller“, die zwischen 1975 und 1982 ausgestrahlt wurde. Darin spielte sie Elizabeth Miller, die Ehefrau der von Hal Linden verkörperten Hauptfigur.
Die Serie erzählte auf humorvolle Weise vom Alltag einer Polizeidienststelle in New York und entwickelte sich zu einer der bekannten amerikanischen Fernsehproduktionen ihrer Zeit.
In den 1990er-Jahren erreichte Barrie erneut ein großes Publikum. In der Sitcom „Suddenly Susan“, die in Deutschland unter dem Titel „Susan“ bekannt wurde, verkörperte sie Helen „Nana“ Keane, die Großmutter der von Brooke Shields gespielten Hauptfigur.
Die Serie lief von 1996 bis 2000 und machte Barrie auch bei einer jüngeren Generation von Fernsehzuschauern bekannt.
Darüber hinaus übernahm sie Gastrollen in zahlreichen weiteren Produktionen. Dazu gehörten unter anderem „Law & Order“, „Law & Order: Special Victims Unit“, „Pushing Daisies“ und „Nurse Jackie“.
Auch als Synchronsprecherin war sie tätig. Im Disney-Animationsfilm „Hercules“ aus dem Jahr 1997 lieh sie Alkmene, der menschlichen Ziehmutter des Titelhelden, ihre Stimme.
Auch am Broadway feierte Barbara Barrie große Erfolge
Barbara Barries Karriere beschränkte sich keineswegs auf Film und Fernsehen. Die Schauspielerin war über Jahrzehnte eng mit der New Yorker Theaterszene verbunden und stand regelmäßig am Broadway auf der Bühne.
Zu ihren bekanntesten Theaterarbeiten gehörte das Musical „Company“ von Stephen Sondheim. In der Originalproduktion übernahm sie die Rolle der Sarah und erhielt dafür eine Nominierung für den renommierten Tony Award.
Auch in Theaterstücken wie „Torch Song Trilogy“, „California Suite“ und „Significant Other“ wirkte sie mit. Dabei bewies sie immer wieder ihre Vielseitigkeit als Schauspielerin.
Für ihre Bühnenarbeit wurde sie außerdem mit weiteren Theaterpreisen ausgezeichnet. Ihre Auftritte am Broadway und in kleineren New Yorker Theatern begleiteten sie bis ins hohe Alter.
Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit arbeitete Barrie auch als Schriftstellerin. Sie veröffentlichte Jugendromane sowie autobiografische Bücher, in denen sie persönliche Erfahrungen und ihre gesundheitlichen Herausforderungen verarbeitete.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt ihr Buch „Don’t Die of Embarrassment: Life After Colostomy and Other Adventures“, in dem sie offen über die Folgen ihrer Krebserkrankung und das Leben mit einem künstlichen Darmausgang schrieb.
Barbara Barrie hinterlässt zwei Kinder und drei Enkelinnen
Privat war Barbara Barrie viele Jahre mit dem Schauspieler, Regisseur und Theaterproduzenten Jay Harnick verheiratet. Die beiden heirateten 1964 und blieben bis zu seinem Tod im Jahr 2007 ein Paar.
Gemeinsam hatten sie zwei Kinder, ihre Tochter Jane Harnick und ihren Sohn Aaron Harnick. Außerdem hinterlässt die Schauspielerin drei Enkelinnen.
Ihre Tochter Jane war es auch, die den Tod ihrer Mutter gegenüber der Öffentlichkeit bestätigte.
Noch im hohen Alter blieb Barbara Barrie künstlerisch aktiv. Zu ihren späten Filmauftritten gehörte die romantische Komödie „Things Like This“ aus dem Jahr 2025.
Mit ihrem Tod verliert die amerikanische Unterhaltungsbranche eine Schauspielerin, deren Karriere von den frühen Jahren des Fernsehens über das klassische Hollywoodkino bis zu modernen Serienproduktionen reichte. Barbara Barrie wurde 95 Jahre alt.








