Große Trauer um einen Adligen mit königlichem Stammbaum: Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha ist im Alter von 82 Jahren gestorben – er war mit den britischen Royals verwandt und Taufpate von Prinzessin Madeleine von Schweden.
Königliche Trauer: Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha ist tot
Die europäische Adelswelt trauert um eine ihrer bedeutenden Persönlichkeiten: Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha ist tot. Der Adelsspross starb nur wenige Tage nach seinem 82. Geburtstag, wie seine Familie in Coburg mitteilte. Bereits seit 2011 litt er an Parkinson – eine Erkrankung, mit der er stets offen und kämpferisch umging.
Adliger mit königlichen Wurzeln
Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha war kein Unbekannter – seine Familie ist direkt mit zahlreichen europäischen Königshäusern verbunden. Besonders bekannt ist die enge Verbindung zu den britischen Royals: Queen Victorias Ehemann Prinz Albert stammte aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha. Noch bis zum Jahr 1917 trug die britische Königsfamilie offiziell diesen Familiennamen, ehe er aus politischen Gründen in „Windsor“ geändert wurde.
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Doch auch in Schweden war der Verstorbene kein Unbekannter: Er war der Taufpate von Prinzessin Madeleine, der Tochter von König Carl XVI. Gustaf. Dessen Mutter, Prinzessin Sibylla, war ebenfalls eine geborene von Sachsen-Coburg und Gotha.
Death – His Highness Prince Andreas of Saxe-Coburg and Gotha, Duke in Saxony (Andreas Michael Friedrich Hans Armin Siegfried Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha Herzog von Sachsen) Head of the Ducal House of Saxe-Coburg and Gotha – 1998-2025 – Born: 21st March 1943 –… pic.twitter.com/Co2USax5SP
— Almanach de Saxe Gotha – Handbuch des Adels (@AlmanachGotha) April 4, 2025
Ein Leben zwischen Deutschland und den USA
Geboren wurde Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha am 21. März 1943 auf Schloss Casel in Brandenburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog seine Mutter mit ihm und ihrem zweiten Ehemann in die USA. Später kehrte Andreas nach Deutschland zurück, leistete seinen Wehrdienst und baute sich ein Leben in Hamburg auf – dort lernte er auch seine spätere Ehefrau Carin kennen, mit der er drei Kinder bekam: Stephanie, Hubertus und Alexander.
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— Guyard (@FraGuyard) April 3, 2025
In den 1970er Jahren ließ sich die Familie dauerhaft in Coburg nieder, wo der Prinz sich schnell einen Namen machte – nicht nur als Adliger, sondern auch als engagierter Bürger.
Letzter öffentlicher Abschied: Ein Mann mit Haltung und Herz
Von 1996 bis 2002 war der Prinz sogar Mitglied des Coburger Stadtrats. Der aktuelle Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) würdigte ihn als „Integrationsfigur für die Coburger Stadtgesellschaft“. Trotz seiner Krankheit habe er immer Lebensfreude ausgestrahlt und sei weit über die Stadtgrenzen hinaus eine angesehene Persönlichkeit gewesen.
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Mit dem Tod seiner Ehefrau im November 2023 verlor der Prinz seine langjährige Lebensgefährtin – nur wenige Monate später folgte er ihr. Nun trauern nicht nur die Bürger Coburgs, sondern auch royale Familien in ganz Europa um einen Mann, der Tradition und moderne Offenheit gleichermaßen verkörperte.