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So verabschiedet sich die Musikwelt von Tony Wilson, dem Hot Chocolate-Bassisten.

Tony Wilson, Mitbegründer und Bassist der legendären Band Hot Chocolate, ist im Alter von 89 Jahren verstorben. Seine Familie bestätigte, dass er am 24. April in Trinidad friedlich starb, hinterlässt jedoch ein musikalisches Erbe mit zeitlosen Hits wie „You Sexy Thing“.

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Hot Chocolate: Gründer und Bassist Tony Wilson ist tot

Die Musikwelt nimmt Abschied von Tony Wilson, dem Mitbegründer und Bassisten der legendären britischen Band Hot Chocolate. Wilson verstarb am 24. April 2026 im Alter von 89 Jahren in seiner Heimat Trinidad. Dies bestätigte seine Familie in einem Beitrag auf seiner offiziellen Facebook-Seite, in dem es hieß, er sei „in Frieden“ gegangen.

Sein Sohn Danny äußerte sich ebenfalls in einem emotionalen Post und erklärte: „Worte werden der Bewunderung nicht gerecht, die ich für ihn als Mensch habe.“ Er würdigte seinen Vater als leidenschaftlichen Musiker, der trotz zahlreicher Rückschläge unermüdlich an seinen Traum geglaubt habe – „dass die von ihm geschriebenen Lieder gehört werden“. Danny betonte, dass Wilson „so viel Musik hinterlassen“ habe, die weiterhin Bestand haben werde.

Einflussreiche Hits und internationale Erfolge

Tony Wilson war entscheidend am internationalen Erfolg von Hot Chocolate beteiligt, sowohl als Musiker als auch als Songwriter. Gemeinsam mit Sänger Errol Brown verfasste er zahlreiche Hits, darunter den weltbekannten Song „You Sexy Thing“, der 1975 die Charts eroberte und später durch Filme wie „The Full Monty“ und „Boogie Nights“ ein Comeback erlebte.

Die beiden Musiker trafen sich Ende der 1960er Jahre in London und gründeten kurz darauf Hot Chocolate. Ihren Durchbruch erzielten sie mit einer Neuaufnahme von John Lennons „Give Peace a Chance“, die Lennon so gut gefiel, dass er die Band unter Vertrag nahm.

Karriere und musikalisches Erbe

Ursprünglich war Wilson der Leadsänger der Gruppe, wechselte jedoch später an den Bass, während Errol Brown die Rolle des Frontmanns übernahm. Gemeinsam schrieben sie eine Reihe weiterer erfolgreicher Songs wie „Everyone’s a Winner“, „Love Is Life“, „Emma“ und „Brother Louie“.

Trotz des großen Erfolgs verließ Wilson die Band Mitte der 1970er Jahre aufgrund von Streitigkeiten über Tantiemen und widmete sich anschließend seiner Solokarriere. Obwohl er eigene Alben veröffentlichte, konnte er nicht an die früheren Erfolge anknüpfen. Neben seiner Arbeit mit Hot Chocolate schrieb er auch Songs für andere Künstler, darunter Herman’s Hermits und Mary Hopkin.

Die Nachricht von Wilsons Tod hat in der Musikwelt große Trauer ausgelöst, und viele Fans und Kollegen erinnern sich an seine bedeutenden Beiträge zur Musikgeschichte.

TS