Sönke Möhring, selbst Quereinsteiger in der Schauspielerei, warnt angehende Schauspieler vor unrealistischen Erwartungen. In einem Interview erklärt er, warum die Branche nicht der richtige Weg für Reichtum ist und teilt seine eigenen Erfahrungen.
Sönke Möhring: Wann man kein Schauspieler werden sollte

Schauspieler Sönke Möhring, der bei den 76. Internationalen Filmfestspielen in Berlin zu sehen war, hat einen interessanten Werdegang in der Filmbranche. Trotz der Ablehnung durch mehrere Schauspielschulen konnte er sich mit Rollen in Filmen wie „Inglourious Basterds“ einen Namen machen. In einem Interview äußerte er sich darüber, warum er angehenden Schauspielern von unrealistischen Träumen abrät.
Ein ungewöhnlicher Karriereweg
Möhring beschreibt sich selbst als „Quereinsteiger“ in der Schauspielerei. Zuvor absolvierte er eine Ausbildung zum Kinderpfleger und studierte anschließend Philosophie sowie Psychologie. „Ich hatte schon immer das Gefühl, dass die heutigen Psychologen oftmals die angehenden Patienten von morgen sind. Und das wollte ich nicht“, erklärte der 53-Jährige.
Striktere Altersgrenzen in der Vergangenheit
Als Möhring sich bei verschiedenen Schauspielschulen bewarb, wurde er aufgrund seines Alters abgelehnt. „Ich war einfach zu alt“, so der Schauspieler. In der Vergangenheit lag die Altersgrenze für die Aufnahme an Schauspielschulen bei etwa 25 Jahren, was ihn in eine schwierige Lage brachte. „Ich war also ein klassischer Quereinsteiger“, fügte er hinzu. Heute sei die Situation in dieser Hinsicht sicherlich entspannter.
Warnung an angehende Schauspieler
Obwohl Möhring den Erfolg vor der Kamera angestrebt hat, warnt er junge Talente: „Wer reich werden will, sollte niemals Schauspieler werden.“ Diese Aussage verdeutlicht die Herausforderungen und Unsicherheiten, die mit einer Karriere in der Schauspielerei verbunden sind. Möhring, der auch der Bruder des Schauspielers Wotan Wilke Möhring ist, betont, dass die Bestätigung durch die eigene Arbeit für viele Schauspieler von großer Bedeutung ist.
In einer Branche, die oft von Illusionen geprägt ist, ist es wichtig, realistische Erwartungen zu haben und sich der Schwierigkeiten bewusst zu sein, die mit dem Beruf des Schauspielers einhergehen.
Bildquelle: Martin Kraft via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)








