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SWR trauert um profilierte Journalistin: Jacqueline Stuhler mit 70 Jahren gestorben

Die bekannte Fernsehjournalistin und Moderatorin Jacqueline Stuhler ist tot.

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„Mit ihr verlieren wir eine kluge Journalistin und zugewandte Moderatorin“, würdigte SWR-Intendant Kai Gniffke das Wirken der langjährigen Fernsehfrau in einer offiziellen Erklärung des Senders. Die Verstorbene habe stets genau zugehört, die Sorgen und Gedanken der Menschen ernst genommen und es meisterhaft verstanden, selbst hochkomplexe Sachverhalte verständlich auf den Punkt zu bringen. Gniffke hob hervor, dass die Rundfunkanstalt mit ihr eine Persönlichkeit verliere, die das Profil des Programms maßgeblich mitgeprägt habe.

Bestätigung des Todesfalls im familiären Umfeld

Die bekannte Fernsehjournalistin und Moderatorin Jacqueline Stuhler ist tot. Wie der Südwestrundfunk nach Angaben ihres Ehemanns mitteilte, erlag sie am 24. Oktober im Alter von 70 Jahren in Friolzheim im Enzkreis den Folgen einer langen, schweren Krankheit. Mit ihrem Tod verabschiedet sich die deutsche Fernsehlandschaft von einer prägenden Gestalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

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Das Publikum behält Stuhler insbesondere durch ihre langjährige Präsenz im bundesweiten Vormittagsprogramm in Erinnerung. Als Teil des Gründungsteams prägte sie ab dem Start im Jahr 1998 die erfolgreiche Ratgebersendung „ARD-Buffet“. Ganze elf Jahre führte sie durch die Live-Sendung, oft an der Seite ihres Moderationskollegen Bernd Schröder, und entwickelte sich in dieser Zeit zu einem der vertrautesten Gesichter des Ersten.

Vom Jugendfunk zur politischen Redaktionsleitung

Jacqueline Stuhler kam am 23. April 1956 in Lindau am Bodensee zur Welt, wo sie auch ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Ihren Weg in den Journalismus ebnete ein Volontariat bei der regionalen Nürnberger Zeitung. Nach einem Studium der Theaterwissenschaften in Erlangen nahm sie 1980 ihre redaktionelle Tätigkeit als Reporterin beim Bayerischen Rundfunk (BR) auf.

In den Anfangsjahren ihrer Laufbahn profilierte sie sich rasch in innovativen und jugendorientierten Formaten. So übernahm sie Moderationen für:

  • das BR-Jugendmagazin „Zündfunk“ im Hörfunk,
  • die wegweisende Jugendsendung „Live aus dem Alabama“ im Fernsehen,
  • die ARD-Kindersendung „Links und rechts vom Äquator“,
  • verschiedene Produktionen für den Westdeutschen Rundfunk (WDR).

Im Jahr 1990 folgte der Wechsel zum Süddeutschen Rundfunk (SDR), wo Stuhler die Leitung der Redaktion Innenpolitik übernahm. In dieser verantwortungsvollen Position trug sie die крас-redaktionelle Verantwortung für das Debattenformat „Pro und Contra“ sowie für die Magazinsendung „Schlaglicht“ im Dritten Programm. Letztere vertiefte wöchentlich zentrale gesellschaftspolitische Themen und wurde von Stuhler zusätzlich zu den aktuellen Nachrichtenausgaben selbst moderiert.

Journalistisches Schaffen und Würdigung im Fernsehprogramm

Trotz des enormen Publikumserfolgs im Servicefernsehen blieb Stuhler zeitlebens der fundierten politischen Berichterstattung verbunden. Bis zum Jahr 2008 führte sie über mehrere Jahre hinweg tiefgehende Gespräche mit prominenten Persönlichkeiten in der Sendung „SWR Wortwechsel“. Zeitgleich verlieh sie dem landespolitischen Magazin „Ländersache“ im SWR-Fernsehen für Baden-Württemberg durch ihre Präsenz ein unverwechselbares Profil.

„Jacqueline Stuhler war eines der prägenden Gesichter des SWR. Sie hat genau hingehört, die Menschen ernst genommen und auch komplexe Themen verständlich gemacht.“

Ihre journalistische Präzision und Fachkompetenz brachten Stuhler wiederholt renommierte Auszeichnungen ein. Bereits 1982 wurde ihr der renommierte Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftsjournalismus verliehen. Im Jahr 2001 folgte die Ehrung mit dem Hans-Bausch-Mediapreis für herausragende Verdienste um das Medium Fernsehen.

Um der herausragenden Publizistin die letzte Ehre zu erweisen, änderte ihr ehemaliger Heimatsender das Programm: Die Fernsehnachrichten von „SWR Aktuell Baden-Württemberg“ widmeten der Journalistin in ihrer Hauptausgabe um 19.30 Uhr einen ausführlichen Nachruf.


Quellen: n-tv, Der Spiegel

Bildquelle: depositphotoa

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS