Xavier Naidoo muss sich wegen Volksverhetzung und Beleidigung vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Die Anklage bezieht sich auf antisemitische Inhalte, die der Sänger über einen Telegram-Kanal veröffentlicht haben soll. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.
Xavier Naidoo: Neues Verfahren wegen umstrittener Äußerungen eingeleitet

Das Landgericht Mannheim hat ein Verfahren gegen den Sänger Xavier Naidoo eingeleitet, nachdem die Anklage der Staatsanwaltschaft im Juli 2023 erfolgreich zugelassen wurde. Dem 54-jährigen Musiker wird Volksverhetzung vorgeworfen, in einem Fall in Verbindung mit Beleidigung. Der Termin für die Verhandlung steht derzeit noch aus.
Vorwurf der Holocaust-Leugnung
Nach Angaben der Anklage soll Naidoo zwischen Dezember 2020 und April 2021 auf einem Telegram-Kanal Inhalte verbreitet haben, die antisemitische Äußerungen enthalten und den Holocaust leugnen. Diese Materialien umfassten sowohl Texte als auch eine eigene Audioaufnahme sowie Links zu fremden Audioinhalten und Videos. Darüber hinaus wird Naidoo vorgeworfen, eine Person, die der “Amadeu Antonio Stiftung” angehörte, beleidigt und antisemitische Texte veröffentlicht zu haben. Die Ermittlungen basierten auf mehreren Strafanzeigen, die unter anderem von der betroffenen Person eingereicht wurden.
Weitere Anklagepunkte abgewiesen
Im Rahmen des Verfahrens wurde ein zweiter Anklagepunkt wegen Volksverhetzung abgelehnt, da das Gericht keinen ausreichenden Tatverdacht sah. Die Staatsanwaltschaft hat gegen diese Entscheidung Beschwerde eingelegt, die derzeit vom Oberlandesgericht Karlsruhe geprüft wird. Diese zweite Anklage war im Juni 2024 erhoben worden.
Reaktion der Verteidigung
Die Anwälte von Naidoo, Edgar Gärtner und Jana Eisenbeiß, äußerten sich zu den Vorwürfen und erklärten: “Das Landgericht Mannheim hat nach sorgfältiger Prüfung unserer Auffassung in fünf von sechs Fällen weitgehend zugestimmt und die Anklage abgelehnt.” Sie betonen, dass der zugelassene Vorwurf der Volksverhetzung ihrer Meinung nach unbegründet sei. Ihr Mandant distanziere sich entschieden von antisemitischem, rassistischem und fremdenfeindlichem Gedankengut.
Entschuldigungsvideo von Naidoo
Auf eine Anfrage zur Stellungnahme war die Verteidigung zunächst nicht erreichbar. 2022 hatte Naidoo ein Entschuldigungsvideo veröffentlicht, in dem er zugab, sich in Verschwörungstheorien verrannt zu haben. “Ich habe Dinge gesagt und getan, die ich heute bereue”, erklärte er damals. Die Anwälte betonten zuletzt, die Vorwürfe seien falsch und würden entschieden bestritten. Naidoo lehne jede Form von antisemitischem oder rassistischem Gedankengut ab.
Quellen: tagesschau
Bildquelle: Pusteblume55 via Wikimedia Commons (Public domain)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








