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700-Euro-Schock auf dem Konto: Sie dachten an Betrug – doch ihr 7-jähriger Sohn war der Auslöser

Monatelang verschwinden immer wieder Beträge über PayPal. Die Eltern rätseln über Hacker oder Abos – bis sie die Wahrheit entdecken: Ihr eigenes Kind hat auf dem Tablet heimlich eingekauft. Am Ende stellt sich heraus: Hinter der Familie stecken bekannte Influencer.

700-Euro-Schock auf dem Konto: Sie dachten an Betrug – doch ihr 7-jähriger Sohn war der Auslöser

Plötzlich fehlen wieder 50 Euro.

Ein paar Tage später 72 Euro.

Dann erneut eine Abbuchung.

Was zunächst wie ein technischer Fehler wirkt, entwickelt sich für eine deutsche Familie zu einem echten Albtraum. Denn über Wochen hinweg verschwinden immer wieder kleinere Beträge vom Konto. Die Eltern vermuten zunächst einen gehackten Account oder ein vergessenes Abo.

Doch die Wahrheit ist viel banaler – und für viele Familien deutlich beunruhigender.

Am Ende stehen rund 700 Euro Kosten auf der Abrechnung.

Und der Verursacher lebt im selben Haushalt.

Rätsel um die PayPal-Abbuchungen

Der Vater wunderte sich schon länger über ungewöhnliche Abbuchungen. Immer wieder gingen Zahlungen über den Zahlungsdienst raus. Mal 50 Euro, mal mehr. Einen Einkauf oder eine Bestellung konnte jedoch niemand zuordnen.

Erst ein genauer Blick in die Kontodaten brachte die Erkenntnis: Das Geld wurde innerhalb weniger Monate ausgegeben – nicht durch Betrug, sondern durch In-App-Käufe auf einem Tablet  .

Der Nutzer: der siebenjährige Sohn.

Die Ursache war simpel – aber folgenschwer.

Auf dem Gerät war eine Zahlungsart gespeichert, allerdings ohne zusätzliche Sicherheitsabfrage oder Bestätigungscode. Für das Kind fühlten sich die Käufe wie normale Spielfunktionen an. Virtuelle Extras, Erweiterungen oder Inhalte konnten mit wenigen Klicks aktiviert werden.

Für ihn war es kein Geld.

Sondern Teil des Spiels.

Warum ein Kind 700 Euro für Tablet Spiele ausgeben konnte

Viele Spiele wirken kostenlos. Doch Fortschritte, neue Inhalte oder Gegenstände kosten echtes Geld. Erwachsene verstehen das Prinzip sofort – Kinder meist nicht.

Sie kaufen keine Ware.

Sie drücken nur auf einen Button.

Gerade Online-Spiele mit Bau- oder Sammelmechaniken verleiten dazu, immer neue Inhalte freizuschalten. Für Kinder gehört das zur Spiellogik.

Die Eltern hatten eigentlich klare Regeln: Altersfreigaben beachten, Medienzeiten begrenzen und bestimmte Spiele verbieten. Trotzdem passierte es.

Denn digitale Welten sind längst soziale Treffpunkte geworden. Kinder verabreden sich dort, spielen gemeinsam und bauen virtuelle Projekte. Der Vater beschreibt sogar, dass sich Kinder heute im Spiel treffen statt draußen an der Haustür zu klingeln  .

Die unsichtbare Kostenfalle im Kinderzimmer

Der Fall zeigt, wie schnell Sicherheitslücken entstehen können. Viele Eltern gehen davon aus, dass einmal eingerichtete Geräte sicher sind. Doch gespeicherte Zahlungsmethoden, fehlende Kaufbestätigungen oder automatische App-Freigaben reichen aus, damit Kinder eigenständig Geld ausgeben.

Besonders tückisch: Die Beträge sind klein.

Erst in der Summe entsteht der große Schaden.

Experten empfehlen deshalb:

  • In-App-Käufe deaktivieren

  • Kaufbestätigungen mit Passwort aktivieren

  • Zahlungsdienste nicht dauerhaft speichern

  • Kinderkonten nutzen

Die überraschende Wendung

Die Geschichte sorgt auch deshalb für Aufmerksamkeit, weil die Familie ihr Erlebnis öffentlich gemacht hat – inklusive ehrlicher Gespräche mit ihrem Sohn über Regeln, Mediennutzung und Erziehung.

Und dann wird klar:

Die Eltern sind keine Unbekannten.

Es handelt sich um Denise und Henning Mertens.

Wer sind Denise und Henning Mertens?

Denise und Henning Mertens zählen zu den bekannteren deutschen Familien-Influencern in den sozialen Netzwerken. Das Paar gibt seit Jahren Einblicke in sein Leben als Patchwork-Familie mit mehreren Kindern und erreicht damit eine große Community auf Social-Media-Plattformen.

Besonders bekannt sind sie für ihre sehr offene Art. Statt perfekt inszeniertem Familienalltag zeigen sie auch Streit, Erziehungsfragen, Alltagsstress und typische Elternprobleme – genau deshalb identifizieren sich viele Zuschauer mit ihnen.

Neben ihren Social-Media-Kanälen betreiben sie den Podcast „Die Mertens – Ungefiltert“. Dort sprechen sie wöchentlich über Beziehung, Elternsein, Medienkonsum bei Kindern, Schule, Erziehung und den ganz normalen Familienwahnsinn.

Die Geschichte rund um die 700-Euro-Tablet-Käufe erzählen sie dort ausführlich. In der aktuellen Folge sitzt sogar ihr siebenjähriger Sohn selbst mit am Mikrofon und erklärt aus seiner Sicht, wie es zu den Käufen kommen konnte und warum Kinder digitale Käufe völlig anders wahrnehmen als Erwachsene.

Die wichtigste Erkenntnis für Eltern

Am Ende blieb nicht nur der finanzielle Schaden.

Sondern eine klare Erkenntnis:

Die größte Kostenfalle im Haushalt ist heute kein Vertrag, keine Abofalle und kein Hackerangriff.

Sondern ein Tablet – in Kinderhänden.

Ein gespeichertes Konto.

Ein Spiel.

Und ein einziger Klick.

Wer hören möchte, wie die Familie damit umgeht, welche neuen Regeln sie eingeführt hat und wie ehrlich ihr Sohn über Medien, Regeln und Eltern spricht, findet die komplette Geschichte in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Mertens – Ungefiltert“ auf Spotify.

Bildquelle: Echo Media Group / KI

Ronny Winkler